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Tat in Flüchtlingsheim : Dreizehneinhalb Jahre Haft wegen Totschlags mit Hackmesser

  • Aktualisiert am

Verkündet: Ein 29 Jahre alter Mann ist deshalb am Montag vom Landgericht Frankfurt zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Bild: Wolfgang Eilmes

Wegen Totschlags soll ein Mann aus Pakistan für dreizehneinhalb Jahre in Haft. Er hat laut Urteil einen Landsmann in einem Flüchtlingsheim in Bad Homburg mit einem Hackmesser umgebracht.

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          Er tötete seinen Mitbewohner mit einem Hackmesser: Ein 29 Jahre alter Mann ist deshalb am Montag vom Landgericht Frankfurt zu dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht ging bei der Tat in einer Bad Homburger Flüchtlingsunterkunft von vollendetem Totschlag aus (Az.: 3490 Js 208215/18).

          Das Motiv für die Bluttat blieb bis zuletzt im Unklaren. Der Pakistaner hatte seinem 42 Jahre alten Landsmann im Februar 2018 nachts laut Gericht mehr als 50 „Hiebe“ mit dem Messer zugefügt, was den sofortigen Tod des Opfers zur Folge hatte.

          Flucht endete in Spanien

          Unmittelbar danach flüchtete er, wobei er eine Fußspur im Blut zurückließ. Die Flucht endete in Spanien, wo er schließlich festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert wurde.

          Vor Gericht äußerte sich der Angeklagte nicht zu dem Vorwurf. „Das ist sein gutes Recht. Wir können damit aber auch keine positiven Aspekte feststellen“, hieß es im Urteil. Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme stehe er jedoch als Täter „zweifelsfrei fest“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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