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DLRG warnt : Mehr Badetote in Hessen befürchtet

  • -Aktualisiert am

Rettungskräfte auf dem Rhein bei Biebesheim in Hessen während einer Suchaktion im Jahr 2015. (Archivbild) Bild: dpa

Michael Hohmann, Präsident der hessischen DLRG, geht für diese Saison von steigenden Unfallzahlen beim Baden aus. Aufgrund der Pandemie droht auch in vielen Gärten eine weitere Gefahr.

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          Es war ein tragischer Unfall, der für Entsetzen sorgte: Ende Juni ertranken eine 30 Jahre alte Mutter sowie ihr fünfjähriger Sohn im Rhein bei Trebur im Kreis Groß-Gerau. Die 13 Jahre alte Tochter konnte gerettet werden, musste aber den Tod ihrer Mutter und ihres kleinen Bruders miterleben. Michael Hohmann, Präsident des hessischen Landesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), geht davon aus, dass die Zahl der Badetoten in Hessen dieses Jahr steigen wird. „Wir stellen derzeit die genauen Zahlen zusammen und werden sie Anfang August veröffentlichen“, sagte Hohmann am Donnerstag: „Wir rechnen damit, dass die Corona-Pandemie zu mehr Badetoten führt.“

          „Immer wenn wir schönes Wochenendwetter haben, dann geschehen Badeunfälle. Die Menschen schwimmen öfter in Freigewässern, weil sie nicht in die Schwimmbäder kommen. Entweder ist kein Schwimmbad in der Nähe, weil es aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen ist, oder die Besucherzahlen sind begrenzt“, begründete Hohmann seine Befürchtung. 2019 war die Zahl der tödlichen Badeunfälle auf 22 gesunken, nachdem 2018 noch 36 Menschen in Hessen ertrunken waren. Nach Einschätzung des DLRG-Präsidenten lag die geringere Zahl der Unfälle im vergangenen Jahr auch am schlechteren Badewetter des Sommers 2019. Dieses Jahr sei das anders. Die Kombination von geschlossenen Bädern und hohen Temperaturen sei gefährlich, stellte er klar.

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