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Diskussion um Türkisch : Vertane Chance für Integration

Türkisch hat es nicht als zweite oder dritte Fremdsprache in Hessens Klassenzimmer geschafft. Bild: dpa

Während man an Hessens Schulen in Zukunft Chinesisch, Polnisch, Portugiesisch und Arabisch als weitere Fremdsprache lernen kann, wurde Türkisch nicht ausgewählt. Die Logik dahinter überzeugt nicht.

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          Hessische Schülerinnen und Schüler sollen künftig außer Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Latein und Altgriechisch auch Chinesisch, Polnisch, Portugiesisch und Arabisch als zweite und dritte Fremdsprache wählen können. Warum ausgerechnet diese vier? Kultusminister Alexander Lorz (CDU) begründete es am Donnerstag so: Die Polen sind unsere zweitgrößten Nachbarn. Die anderen drei Sprachen komplettieren das hessische Angebot dahin gehend, dass Schulkinder nunmehr außer den südasiatischen die zehn meistgesprochenen Sprachen der Welt und alle Amtssprachen der Vereinten Nationen lernen können.

          Der Minister nennt dieses Vorgehen „logisch“. Die Zahl der in Hessen lebenden Muttersprachler dagegen sei kein entscheidendes Kriterium. Deshalb nimmt die schwarz-grüne Koalition Türkisch nicht als neue Fremdsprache ins Unterrichtsangebot auf und Griechisch ebenfalls nicht. Die Argumentation lautet: Es geht um Schulfächer für alle. Hessische Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund könnten außerdem den herkunftssprachlichen Unterricht besuchen.

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