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Junge Patienten : Bei Typ-1-Diabetes möglichst früh mit Insulinpumpe beginnen

  • Aktualisiert am

Hilfreich: eine Insulinpumpe Bild: dpa

Junge Typ-1-Diabetiker, die nach der Diagnose eine Insulinpumpe erhalten, erleiden seltener lebensbedrohliche Stoffwechselstörungen. Das zeigt eine Studie unter Beteiligung der Uni Gießen.

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          Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes sollten möglichst früh eine Insulinpumpentherapie bekommen. Das hat nach Angaben der Uni Gießen eine Studie von Forschern mehrerer Hochschulen ergeben. An der Studie, die in der Fachzeitschrift „Lancet“ publiziert wurde, war der Gießener Kinder- und Jugendarzt Clemens Kamrath als Erstautor beteiligt.

          Kinder und Jugendliche, die rasch nach der Diagnose eine Insulinpumpe erhielten, erleiden demnach seltener lebensbedrohliche Stoffwechselstörungen und müssen nicht so oft ins Krankhaus wie junge Zuckerkranke, die später solch ein Hilfsmittel bekommen. Der frühzeitige Pumpeneinsatz wirke sich zudem vorteilhaft auf die Blutzucker- und Blutfettwerte der Patienten aus, schreibt die Universität. Der Body-Mass-Index sei bei beiden Gruppen fast gleich gewesen. „Eine Gewichtszunahme war mit dem frühen Einsatz der Insulinpumpe also nicht verbunden.“

          Wie es weiter heißt, hatten die Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich mehr als 8000 junge Typ-1-Diabetiker untersucht. „Dazu analysierten sie Daten des Diabetesregisters DPV, welches von Studienautor Reinhard Holl an der Universität Ulm geleitet wird.“

          Bei Typ-1-Patienten versagt die Bauchspeicheldrüse ganz den Dienst und produziert kein Insulin mehr. Eine Pumpe ahmt die Arbeitsweise der Drüse nach und gibt Insulin über einen kleinen Schlauch und eine Nadel, die am Bauch unter der Haut steckt, in regelmäßigen Abständen in den Körper ab. „So kann die Insulinzufuhr insbesondere bei jungen Kindern besser und komfortabler gesteuert werden als mit mehrfach täglichen Injektionen, die häufig mit einer Hemmschwelle verbunden sind“, zitiert die Hochschule Kamrath.

          Die Studie findet sich hier.

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