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Unis in autoritären Staaten : Karriere nur mit Erlaubnis der Parteikader

Der „Große Vorsitzende“ wacht über die Linientreue: Abschlussfeier an der Fudan-Universität in Shanghai vor dem Ebenbild Mao Zedongs Bild: Reuters

Sollten hessische Unis mit Hochschulen in straff geführten Ländern zusammenarbeiten? Ja, sagen Professoren. Aber es gebe eine Grenze, die nicht überschritten werden dürfe.

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          Als der Dalai Lama 2011 die Goethe-Uni besuchte, hat Rolf van Dick ein Tabu gebrochen. Jedenfalls aus Sicht der chinesischen Regierung, für die das geistige Oberhaupt der Tibeter ein Staatsfeind ist. Der Uni-Vizepräsident kümmerte sich nicht um diese Doktrin: Er ließ sich mit dem prominenten Gast fotografieren und postete das Bild auf Facebook – obwohl er befürchten musste, dass ihm das Ärger einbringen würde. Schließlich pflegt seine Universität Partnerschaften mit etlichen chinesischen Hochschulen.

          Von den 16 Fachbereichen der Goethe-Uni unterhalten 14 Kontakte ins Reich der Mitte, am umfangreichsten ist der Austausch in den Wirtschaftswissenschaften. Insgesamt sind laut van Dick 500 Studenten aus China an seiner Uni eingeschrieben, umgekehrt gehen viele Studenten aus Frankfurt nach China. Der wichtigste Partner dort ist die Fudan-Universität in Shanghai.

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