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Soziale Struktur der Bewerber : Der typische AfD-Kandidat ist mittelalt und männlich

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Urteil: „Die Daten sind ein weiterer Beleg, dass die AfD auf der Akteursebene keine Partei der „kleinen Leute“ ist“, heißt es in einer Marburger Studie Bild: dpa

Auf der hessischen Landesliste der AfD sind nur 4 von 30 Plätzen von Frauen besetzt. Laut einer Studie sind viel Selbstständige und Freiberufler unter den Kandidaten. Wie aber steht es mit den „kleinen Leuten“.

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          Der Marburger Forscher Benno Hafeneger hat sich die Kandidatenlisten der AfD mit Blick auf die Landtagswahlen in Bayern und Hessen genauer angeschaut. Sein Fazit: „Die AfD wird getragen von sozialen Gruppen aus der Mitte der Gesellschaft, es sind vor allem Männer im Alter zwischen 41 und 69 Jahren.“ Auf der hessischen Landesliste beispielsweise sind 4 von 30 Plätzen von Frauen besetzt.

          Beim beruflichen Status habe die größte Gruppe „selbstständig“, „freiberuflich“ oder in „leitender Funktion“ angegeben, schreibt Hafeneger. Es folgen „kaufmännische Berufe“, Naturwissenschaftler/Ingenieure/Techniker und Polizisten.

          „Die Daten sind ein weiterer Beleg, dass die AfD auf der Akteursebene keine Partei der „kleinen Leute“ ist“, urteilt Hafeneger. Nach seiner Einschätzung könnten bei den Akteuren der AfD vielmehr „Gefühle des Verlustes der kulturellen Identität und (verfestigte) rechte Weltbilder“ unterstellt werden. Dies gelte etwa mit Blick auf die Migrations- und Flüchtlingspolitik.

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