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Finanzskandal : Millionengeschäfte auf Kosten der Awo?

Gekündigt: Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt verliert wichtige Verträge mit der Stadt, kann sich aber wieder darum bewerben. (Symbolbild) Bild: dpa

Der frühere Chef der Awo Hessen-Süd soll in wenigen Jahren 1,8 Millionen Euro verdient haben. Er ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

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          Die Mitteilung, die der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt am Mittwoch verschickte, klingt zunächst einmal unverdächtig. In ihr wird berichtet, dass der Verband eine neue Fassung des Awo-Governance-Kodex beschlossen habe. Ergänzt durch den etwas technisch klingenden Zusatz „mitsamt der Spezifizierung zur Vergütung der Geschäftsführungen“. Denn insbesondere die Vergütung der Geschäftsführung habe „viele Berichterstattungen und Debatten in der Öffentlichkeit geprägt“, weiß Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands, etwas zerknirscht zu berichten.

          Martin Ochmann
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Pressemitteilung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem diese Debatte wieder an Fahrt aufnimmt. Nach abermaligen Hausdurchsuchungen bei ehemaligen Funktionären der Awo-Kreisverbände Frankfurt und Wiesbaden in dieser Woche, gegen die die Frankfurter Staatsanwaltschaft teilweise wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue ermittelt, gerät nun auch wieder der übergeordnete Awo-Bezirksverband Hessen-Süd in den Fokus. Auch dessen früherer Chef Torsten Hammann soll äußerst lukrativen Geschäften nachgegangen sein – auf Kosten der Awo.

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