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Darmstadt : Kein Geld vom Bund für Nordost-Umgehung

Zufrieden mit der Entscheidung des Bundes zur Nordost-Umgehung: Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen). Bild: Marcus Kaufhold

Der Bund hat die Liste der Straßenbauvorhaben zusammengestrichen. Dem fällt die Nordostumgehung in Darmstadt zum Opfer - die allerdings zurzeit auch nicht gewünscht ist.

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          Die geplante Nordost-Umgehung in Darmstadt soll aus der Investitionsplanung des Bundes gestrichen werden. Das berichteten die Darmstädter Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries (SPD) und Daniela Wagner (Die Grünen). Kommt es so, gibt es in den nächsten fünf Jahren kein Geld für diese Straße. Die schwarzgrüne Darmstädter Koalition hat in ihrer Koalitionsvereinbarung auf Druck der Grünen allerdings schon festgelegt, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Partsch: „gute Nachricht“

          Die Straße wird seit den achtziger Jahren geplant und ist in Darmstadt sehr umstritten. So scheiterte 2009 ein Bürgerentscheid gegen das Projekt nur knapp. Die Strecke soll die B 26 am Ostbahnhof mit dem Martin-Luther-King-Ring nördlich der Innenstadt verbinden und damit den Rhönring entlasten. Auf einer Länge von zwei Kilometern soll sie durch einen Tunnel unter dem Bürgerpark Nord führen.

          Oberbürgermeister Jochen Partsch (Die Grünen) nannte es eine gute Nachricht, dass der Bund die Straße streichen wolle. Wagner äußerte, ohne Geld werde die Straße auch ganz sicher nicht gebaut. Die SPD sieht die Entscheidung jedoch kritisch. Ein wichtiges Infrastrukturprojekt werde „auf den Sankt-Nimmerleins-Tag“ verschoben. Die Koalition biete bisher keine Ersatzlösung an.

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