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Darmstadt : Fraunhofer-Institut Ipsi steht vor dem Aus

  • Aktualisiert am

Lernen per Videokonferenz - demonstriert im Ipsi (2001) Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Informations- und Publikationssysteme (IPSI) in Darmstadt wird aufgelöst. Einige Forschungsgebiete sollen aufgegeben werden. Der Betriebsrat will aber alle rund 80 Arbeitsplätze erhalten.

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          Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Informations- und Publikationssysteme (Ipsi) in Darmstadt wird aufgelöst. Das bestätigte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, (FHG) Hans-Jörg Bullinger: „Wir werden versuchen, die attraktiven Forschungsgebiete zu erhalten und an andere Institute anzugliedern.“ Es werde aber auch Gebiete geben, die nicht weitergeführt werden. Der Betriebsrat will dagegen alle rund 80 Arbeitsplätze erhalten. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat derzeit drei Institute in Darmstadt. Sie finanzieren sich zu zwei Dritteln aus Forschungsaufträgen der Wirtschaft.

          Das Ipsi gehörte früher zur Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD), die öffentlich finanzierte Grundlagenforschung betrieb. 2001 kam es zur Fraunhofer-Gesellschaft. Um die FHG-Statuten zu erfüllen, wäre eine Neuausrichtung nötig gewesen. Seither konnte aber kein Institutsleiter gefunden werden, dem dies gelungen wäre. „Wir haben lange genug versucht, die Situation des Ipsi zu verändern. Dies ist aus verschiedenen Gründen nicht gelungen“, sagte Bullinger.

          „Einschnitte auch in der Verwaltung“

          Der Vorstand werde versuchen, die Forschungsgebiete, die erhalten werden sollen, bevorzugt in die Darmstädter Fraunhofer-Institute für Sichere Informationstechnologie und Graphische Datenverarbeitung einzugliedern. Beide Institute gehören wie das Ipsi zur Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik der FHG. „Auch in der Verwaltung werden Einschnitte nötig sein“, sagte Bullinger.

          Der Betriebsrat zeigte sich enttäuscht von den Plänen des Vorstandes. Den Bereichsleitern des Ipsi sei in diesem Jahr ein „kleiner wirtschaftlicher Umschwung“ gelungen, sagte ein Sprecher. Der Betriebsrat setze sich dafür ein, alle Beschäftigten in Darmstadt unterzubringen. Dies gelte insbesondere auch für die Mitarbeiter in Verwaltung und Marketing. Der FHG-Vorstand will im September ein Konzept für die Umstrukturierungen vorlegen. Der Senat soll im Oktober eine endgültige Entscheidung treffen.

          Das Ipsi beschäftigt sich mit Informationsanreicherung, Informations- und Wissensmanagement in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

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