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Darmstadt : Der Wahltag ist Spaßtag

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Nach derzeitigem Planungsstand werden in diesem Jahr mehr als 52 Organisationen am Weltkindertag mitwirken, der von den drei Veranstaltern Stadt, Bund der Deutschen Katholischen Jugend und dem Darmstadt-Zentrum der Christlichen Pfadfinder der Adventjugend auf den Tag der Bundestagswahl gelegt wurde.

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          Als die Stadt vor zehn Jahren erstmals an dem 1954 von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufenen Weltkindertag teilnahm, handelt es sich um eine überschaubare Veranstaltung. "Insgesamt waren wir drei Organisationen am Steinbrücker Teich", erinnert sich Waltraud Langer, stellvertretende Abteilungsleiterin der Sozialverwaltung.

          Seitdem hat sich einiges verändert. Als die Entscheidung vor einem halben Jahr für den 18. September fiel, geschah dies mit Rücksicht auf die vielen ehrenamtlichen Helfer - die an dem von den UN empfohlenen Datum, dem 20. September, arbeiten müssen - und in Unkenntnis der überraschenden politischen Entwicklung.

          So fallen nun der weltweite Spiele- und Spaßtag und der deutsche Wahlsonntag in Darmstadt zusammen, was für Sozialamtleiterin Wilma Mohr jedoch kein Nachteil ist. Sie verwies gestern bei der Vorstellung des Programms darauf, daß der Weltkindertag keine "Halli-Galli-Veranstaltung" und beliebiges "Freizeitevent" sei, sondern einen ernsten Hintergrund habe: die Rechte der Kinder in der ganzen Welt öffentlich zu präsentieren und sie und ihre Interessen für einen Tag in den Mittelpunkt zu stellen. In-den- Mittelpunkt-stellen trifft auch auf den Veranstaltungsort zu - Luisenplatz und City Carree im statt des Marktplatzes, auf dem noch immer an den neuen Straßenbahn- und Bushaltestellen gebaut wird.

          Schirmherr des Weltjugendtages, bei dem es sich um die größte Veranstaltung dieser Art in Südhessen handelt, ist Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD). Er wird den Weltkindertag am 18.September nach einem ökumenischen Kindergottesdienst um 12 Uhr eröffnen. Auf die Teilnahme des Oberbürgermeisters - der am Wahlsonntag als Wahlleiter besonders beansprucht ist - haben insbesondere die 46 Kinder bestanden, die am internationalen Jugendcamp teilnehmen, das dieses Jahr erstmals organisiert wird. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren kommen für fünf Tage aus dem Partnerstädten Plock, Freiberg, Trondheim, Szeged, Liepaja und Chesterfield zu Besuch und werden im Albert-Schweitzer-Haus untergebracht. Offensichtlich haben sie in ihrer Heimat eine gute staatsbürgerliche Erziehung genossen, denn für sie "ist es ganz wichtig, daß der Oberbürgermeister sie begrüßt", erzählte Mohr.

          Die 52 teilnehmenden Organisationen reichen vom Alevetischen Kulturzentrum und dem Arbeiter-Samariter-Bund über das Kinderhaus Paradies und die Naturschule bis zum Weltladen und dem Verein Wildwasser. Sie alle präsentieren sich und ihre Kinder- und Jugendarbeit und tragen gleichzeitig zum Programm des Weltkindertages bei. Dazu gehören zum Beispiel Aufführungen auf der Aktionsbühne unter dem Titel "Von Kinder für Kinder".

          Alle Kinder erhalten zu Beginn einen Kinderpaß, in dem die Angebote des Tages abgedruckt sind. Wer an fünf Programmpunkten teilnimmt, erhält am Ende ein Erinnerungspräsent. Informativ sei der Tag auch für Eltern, meint Gertraud Franzke von den christlichen Pfadfindern. Selten gebe es die Gelegenheit, so viele Organisationen mit ihren Kinder-, Jugend-, Gesprächs- und Hilfsangeboten an einem Platz zu treffen. Insofern sei der Weltjugendtag auch ein "Türöffner", der Eltern zeige, wo sie in schwierigen familiären Situationen Ansprechpartner fänden. Zeit genug, sich einen Überblick zu verschaffen, besteht am Sonntag auf jeden Fall: Der Weltkindertag endet um 18Uhr und damit rechtzeitig, damit Mama und Papa einen Blick auf das Wahlergebnis werfen können, das nicht weit von der Aktionsbühne auch auf einer Großleinwand in der Centralstation übertragen wird.

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