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Dannenröder Forst : Räumungen und Rodungen in der Schlussphase

  • Aktualisiert am

Polizei mit Schlagstock bei Räumung von Besetzern (Archivbild vom 29.11.2020) Bild: dpa

Die Polizei kommt beim Räumen im Dannenröder Forst voran. Nach eigenen Angaben sind nur noch 300 Meter der insgesamt drei Kilometer langen Strecke besetzt. Klimaschützer protestieren auf diese Weise gegen den Bau einer Autobahn.

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          Die von Protesten begleiteten Räumungen und Rodungen für den Weiterbau der A49 im Dannenröder Forst in Mittelhessen gehen in die Schlussphase. Von der insgesamt knapp drei Kilometer langen Rodungsstrecke seien noch rund 300 Meter zu räumen, teilte die Polizei am Mittwoch via Twitter mit. „Dabei ist uns durchaus die Emotionalität der Situation bewusst, die sich damit für einige ergibt“, hieß es weiter. Auch die Projektgesellschaft Deges bestätigte, dass die Fällarbeiten bereits weit fortgeschritten seien. „Nach aktueller Einschätzung erwarten wir, dass die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen sein werden“, so ein Sprecher zur Deutschen Presse-Agentur (dpa).

          Vor diesem Hintergrund rief die Polizei dazu auf, keine überhöhten Risiken einzugehen. „Wir geben bis zum Schluss unser Bestmöglichstes, Gefahren im #DannenroederForst zu minimieren und Personen, die sich auf Bäumen befinden, sicher zu Boden zu bringen“, so die Beamten. Alleine am Mittwoch betraf dies bei winterlicher Witterung bis zum Nachmittag rund 25 Menschen.

          Die Tagesbilanz der Polizei lautete: „Es wurden insgesamt 35 Personen in Gewahrsam genommen sowie ein Straf- und 38 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zudem wurden 38 Platzverweise erteilt.“

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          Im Dannenröder Forst nahe Homberg/Ohm werden Bäume für den A49-Ausbau gefällt. Dagegen protestieren Aktivisten, die das Waldgebiet seit mehr als einem Jahr besetzt halten und dort zahlreiche Baumhäuser, Plattformen und Barrikaden errichtet hatten. Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Umwelt- und Klimaschützer halten das Projekt für verfehlt, weil es einer umweltfreundlichen Verkehrswende entgegenstehe, die Befürworter versprechen sich davon weniger Lärm und Verkehrsbelastung in Dörfern der Region sowie eine bessere Straßenanbindung.

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