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Inzidenz bleibt hoch : Weniger neue Covid-19-Todesfälle in Hessen

  • -Aktualisiert am

Hessen verzeichnet weniger neue Covid19-Todesfälle. (Symbolbild) Bild: Frank Röth

Trotz leicht sinkender Inzidenz im Rhein-Main-Gebiet bleiben die Corona-Infektionszahlen hoch. Erfreulicherweise hat Hessen 25 neue Covid19-Todesfälle weniger zu verzeichnen. Die Lage in den Kliniken bleibt jedoch angespannt.

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          Das Corona-Infektionsgeschehen im Ballungsraum Rhein-Main schwächt sich stellenweise ab, bleibt aber auf hohem Niveau. In Frankfurt liegt die sogenannte Inzidenz, das sind die binnen Wochenfrist verzeichneten neuen Fälle unter 100.000 Einwohnern, bei 170, zuvor lag sie bei 193. Offenbach registriert einen kleinen Rückgang von 255 auf 253. Im Kreis Offenbach steigt die Inzidenz jedoch um 20 auf 207.

          Im hessischen Super-Hotspot Linden nahe der Stadt Gießen liegt die Inzidenz bei 481, nachdem es am Freitag noch 550 Fälle pro 100.000 Einwohner waren. Dort ist das Virus in einem Altenheim ausgebrochen. Nach dem Hilferuf der Heimleitung haben sich Dutzende Leute gemeldet.

          Weniger Todesfälle

          Für ganz Hessen stehen laut Robert-Koch-Institut 1434 neue Covid19-Fälle zu Buche. Das sind gut ein Zehntel der bestätigten Neuinfektionen – 13 mehr als vor einer Woche. Das Corona-Infektionsgeschehen bleibt zwar deutlich unter dem Rekord von 2325, aber auch auf hohem Niveau.

          Eine erfreuliche Nachricht ist dagegen, dass das RKI 25 neue Todesfälle weniger in Verbindung mit der Pandemie in Hessen registriert als am Samstag. Im Vergleich zu letzter Woche sind neun Opfer weniger zu verzeichnen. Auch im bundesweiten Vergleich lässt sich eine positive Bilanz ziehen: Die acht gemeldeten Todesfälle entsprechen fünf Prozent aller Corona-Opfer in Deutschland, während Hessen acht Prozent der Bevölkerung stellt.

          Mehr Belastung in den Kliniken

          Nach 1628 Covid-19-Patienten vor einer Woche betreuen die Krankenhäuser nunmehr fast 100 mehr. Die Zahl der Beatmeten ist von 327 auf 371 gestiegen. Das sind gut sieben Mal so viele wie Anfang Oktober. „Derzeit gibt es 281 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern“, teilt das Sozialministerium der F.A.Z. Ob es auch genügend qualifiziertes Personal für diese Betten gibt, steht dahin. Vor einigen Tagen zeigte sich der ärztliche Direktor des Uni-Klinikums Frankfurt wegen Personalmangels besorgt.

          Das hessische Sozialministerium veröffentlicht täglich eine Übersicht der Corona-Entwicklung, aufgeschlüsselt nach Kreisen und kreisfreien Städten. Es bezieht sich dabei auf Zahlen des RKI. In den ersten Wochen der Pandemie berücksichtigte es auch Daten des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamts im Gesundheitswesen beim Regierungspräsidium Gießen, dem die Gesundheitsämter die jeweils neuen Fälle melden müssen. Um Einheitlichkeit herzustellen, nimmt das Ministerium nun nur noch die RKI-Angaben.

          Aus Frankfurter Sicht ist grundsätzlich wichtig: Die am Flughafen genommenen positiven Tests werden nicht der Stadt zugeordnet. Vielmehr schlagen sie sich nach Angaben des Sozialministeriums in der Statistik des Gesundheitsamts nieder, das für den jeweiligen Reiserückkehrer zuständig ist. Das kann auch das Frankfurter Amt sein oder ein anderes in Hessen, aber eben auch eine Behörde in einem anderen Bundesland.

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