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Coronavirus in Hessen : Bouffier für Lockerung der Impfreihenfolge

Richtungsweisend: Schon im vergangenen Jahr hatte der hessische Ministerpräsident das Corona-Impfzentrum in Wiesbaden besucht. Bild: dpa

Um die Verschwendung von ungenutztem Corona-Impfstoff zu vermeiden, kann sich der hessische Ministerpräsident vorstellen, die Impfreihenfolge zu lockern. Konkret geht es um den Vorschlag, den Astra-Zeneca-Impfstoff freizugeben.

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          Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) steht der Idee positiv gegenüber, die Impfreihenfolge zu lockern, um die Verschwendung von liegengebliebenem Corona-Impfstoff zu vermeiden, hat aber noch Fragen zur Ausgestaltung. Es geht um den Vorschlag, Hunderttausende ungenutzte Dosen des Astra-Zeneca-Impfstoffs aus den Depots der Bundesländer zur Impfung für alle freizugeben. „Ich habe viel Sympathie für diese Ideen“, sagte Bouffier der F.A.Z.: „Aber man muss konkret klären, wie das gehen soll.“

          Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor eine für ganz Deutschland gültige Regelung gefordert, um für den Impfstoff von Astra-Zeneca die Impfreihenfolge zu lockern. Zudem solle der Impfstoff auch durch Hausärzte verimpft werden können. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen) hatte sich ebenfalls dafür ausgesprochen, den Zugang zu Impfstoff für alle Bevölkerungsgruppen zu öffnen.

          Der Impfstoff von Astra-Zeneca stößt in Deutschland auf Akzeptanzschwierigkeiten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt das Mittel bisher nur für Menschen unter 65 Jahren, hat aber angekündigt, ihre Empfehlung rasch zu ändern.

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