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Gastronomie in der Krise : „Gastgewerbe kann nicht im Homeoffice arbeiten“

Zwangsgeschlossen: Gastronomien auf der Frankfurter Fressgass Bild: dpa

Gewerkschaft und Arbeitgeber in Hessen fordern die Öffnung von Restaurants und Hotels unter Auflagen und von sofort an. Zu lang sei die Branche zum Stillstand gezwungen worden.

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          Mit der Forderung nach einer Perspektive für die Öffnung der gesamten Gastronomie und die Aufhebung der Beschränkungen für Hotels haben sich am Mittwoch die Sozialpartner der Branche in Hessen an die Öffentlichkeit gewandt. Vertreter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands in Hessen (Dehoga) nannten jeden fünften der 18.000 Betriebe in Hessen insolvenzgefährdet. Wie die Mitarbeiter im Handel brauchten die rund 185.000 Beschäftigten, die das Gewerbe im Land aktuell habe, eine Möglichkeit, wieder tätig zu werden. In diesem Zusammenhang sollten sie, wenn das die Menge der vorhandenen Impfdosen zulasse, in die Priorisierungsgruppe drei aufgenommen werden.

          Jacqueline Vogt
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Unmittelbar vor der gemeinsamen Erklärung, bei der für die NGG der Geschäftsführer der Region Rhein-Main, Peter Cox, und für den Dehoga Hessen unter anderem dessen Präsident Gerald Kink sprach, war bekanntgeworden, dass die Bundesregierung vorerst alle Abschlagszahlungen auf staatliche Hilfen stoppe, weil Betrugsversuchen nachgegangen werde. Unbekannte sollen sich mit falschen Identitäten beim Wirtschaftsministerium als Berater registriert und dann für echte Unternehmen Hilfen beantragt haben. Das Geld soll auf die Konten der Betrüger geflossen sein. Kink, der in Wiesbaden das Vier-Sterne-Hotel Oranien führt, kritisierte in diesem Zusammenhang die Organisation, mit der die Anträge der Unternehmen bearbeitet werden. Es sei nicht zu verstehen, dass dafür nicht die Finanzämter eingebunden würden, die im Besitz aller notwendigen und korrekten Daten seien.

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