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Corona-Schutzimpfung : Ansturm auf die Hausärzte

Nun möglich: Ein Arzt impft eine Frau in einer Wiesbadener Hausarztpraxis mit dem Impfstoff von Biontech. Bild: dpa

Seit Mittwoch dürfen Allgemeinmediziner in ihren Praxen impfen. Weil die Nachfrage groß ist, müssen die Ärzte priorisieren. Das kostet Zeit – und Nerven.

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          „Wir kennen unsere Pappenheimer“, sagt Hausarzt Christian Schicktanz. Er hat am Mittwoch erstmals Patienten in seiner Praxis geimpft. In Sechser-Gruppen hat er sie am Vormittag zu festen Terminen einbestellt. Viele habe er gezielt auf die Möglichkeit hingewiesen, sich in der Praxis impfen zu lassen. Mal seien es Sprachbarrieren, die es den Patienten in der Vergangenheit erschwert hätten, sich um einen Impftermin zu bemühen, „mal erkennen die Menschen selbst nicht, dass sie zu einer Risikogruppe gehören“, so der Hausarzt.

          Monika Ganster

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          In wieder anderen Fällen passiere es, dass die Patienten „einfach durchs Raster“ fallen. Wie etwa eine hochbetagte Seniorin, eine Patientin von Schicktanz, die allein in ihrer Wohnung lebt und von einem Pflegedienst unterstützt wird. „Aber der kümmert sich nicht um die Post.“ Der Brief des Landes, in dem die Dame auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, von einem mobilen Impfteam besucht zu werden, blieb wochenlang ungeöffnet. „Solche Fälle müssen wir jetzt rausfischen“, sagt Schicktanz, der sich bei der Impfterminvergabe immer an den Richtlinien der Impfverordnung orientiert. Der Allgemeinmediziner freut sich, endlich die Impfkampagne unterstützen zu dürfen. „Wir ziehen das jetzt durch“, sagt er.

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