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Corona-Pandemie : RKI meldet 589 Neuinfektionen in Hessen

  • Aktualisiert am

Kampf gegen die Pandemie: Im Offenbacher Impfzentrum verabreichen Ärzte der älteren Bevölkerung die Covid-19-Impfung. Bild: Finn Winkler

Das Robert-Koch-Institut verzeichnet 589 neue Corona-Fälle in Hessen. Die Inzidenz bleibt am Sonntag nahezu unverändert zum Vortag.

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          In Hessen sind binnen 24 Stunden 589 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag hervor (Stand 03.10 Uhr). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (Inzidenz) lag bei 63,4. Am Samstag hatte sie 63,9 betragen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 9 auf 5824.

          Insgesamt wurden laut RKI seit Beginn der Pandemie 188.380 Fälle in Hessen nachgewiesen. Die Zahl der derzeit aktiven Fälle liegt bei etwa 9600.

          Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge wurden in Hessen 258 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt (Stand Sonntag, 09.19 Uhr), das sind zehn weniger als noch am Samstag. 133 davon wurden beatmet. 1631 der insgesamt 1939 verfügbaren Intensivbetten im Bundesland waren belegt.

          60.000 Menschen geimpft

          Bislang haben nach RKI-Angaben 262.941 Hessen ihre erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten (Stand 27. Februar). In 126.985 Fällen wurde auch schon die zweite Impfdosis verabreicht.

          Die Erstimpfungen in Frankfurter Alten- und Pflegeheimen sind weitestgehend abgeschlossen. Das haben Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) am Sonntag bekanntgegeben. Mehr als 7000 Menschen haben in Heimen von mobilen Teams ihre erste Impfung erhalten, die Zweitimpfungen sollen bis Ende März abgeschlossen werden.

          Mehrere mobile Impfteams des Arbeiter-Samariter-Bundes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe sind vom Gesundheitsamt beauftragt, täglich in Frankfurt die stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen aufzusuchen. Gut 180 Termine haben die Teams nach Angaben der Stadt bisher wahrgenommen. In Frankfurt steigt die Zahl der Geimpften weiter an. Bis Freitagabend wurden durch die mobilen Teams und das Impfzentrum in der Festhalle mehr als 60.000 Geimpfte registriert.

          Kritik an Organisation der Impfungen

          Seit vergangenem Dienstag können sich Menschen aus der sogenannten Priorisierungsgruppe 2 in Hessen einen Impftermin sichern.  Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Menschen über 70 und Personen mit Vorerkrankungen. Nach Angaben der Minister  Peter Beuth (CDU) und Kai Klose (Die Grünen) betrifft dies 1,5 Millionen Personen. Dabei geht es um „Schutzimpfungen mit hoher Priorität“. Am 5. März soll es losgehen.

          Die Hessen sehen die Organisation der Corona-Impfungen durch die Landesregierung einer Umfrage zufolge überwiegend kritisch. 58 Prozent sind weniger oder gar nicht damit zufrieden, wie der aktuelle „Hessentrend“ des Hessischen Rundfunks laut dpa ergab. Nur 31 Prozent sind sehr zufrieden oder zufrieden damit, wie die Impfungen im Land organisiert werden.

          Innenminister Beuth sichert Vereinen Unterstützung zu

          Das Land Hessen will Sportvereinen weiterhin dabei helfen, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zu lindern. Das teilte der Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth (CDU), am Sonntag mit. Den Angaben zufolge habe das Land seit Bestehen des aktuellen Förderprogramms 296 Vereine mit insgesamt 1,35 Millionen Euro unterstützt. Zwar würden die Organisationen darunter leiden, dass Sport nicht oder nur eingeschränkt ausgeübt werden kann. „Sie sind bisher zumindest in finanzieller Hinsicht aber überwiegend gut durch die Corona-Krise gekommen“, wird Beuth in einer Mitteilung zitiert.

          In Hessen sind etwa 2,1 Millionen Mitglieder in mehr als 7500 Vereinen des Landessportbundes organisiert. Dem Ministerium zufolge seien etwa vier Prozent dieser Sportvereine aufgrund der Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten, etwa weil Veranstaltungen ausgefallen waren. Sie hätten finanzielle Unterstützung erhalten. Insgesamt habe die Hessische Landesregierung den organisierten Sport im vergangenen Jahr - unabhängig von anderen Corona-Hilfsprogrammen - mit etwa 59 Millionen Euro unterstützt.

          Man gehe davon aus, dass die Pandemie auch weiterhin für negative finanzielle Folgen im Vereinswesen sorge. Daher unterstütze das Land Vereine auch 2021 mit Geld des Corona-Vereinshilfe-Programms. Dadurch solle sichergestellt werden, dass Vereine ihr Angebot auch nach der Pandemie in der gewohnten Form anbieten können. (dpa)

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