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Corona-Pandemie in Hessen : Konzept für lokale Ausbrüche

Hygiene-Schulung vor dem Unterricht: Das Präventionskonzept greift auch im Bildungsbereich. Bild: dpa

Die hessische Landesregierung hat festgelegt, was bei Infektionen zu tun ist. Angesichts der Corona-Lockerungen in Hessen soll ein Präventionskonzept künftig lokal begrenzte Ausbrüche eindämmen.

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          Die hessische Landesregierung hat ein Konzept für lokal begrenzte Ausbrüche des Coronavirus erlassen. Die Möglichkeit, örtlich begrenzte Schutzvorkehrungen ergreifen zu können, gewinne an Bedeutung, seitdem die Regeln für den Umgang mit der Pandemie schrittweise gelockert worden seien, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Ministerien für Soziales und für Inneres. „Damit stellen wir sicher, dass ein möglicher erneuter Anstieg der Infektionszahlen schnell eingedämmt werden kann“, hoben Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch hervor.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          „Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept auch nur die betroffene Einrichtung umfassen“, heißt es zudem in der Mitteilung. „Bei einem verteilten regionalen Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müssen regionale oder überregionale allgemeine Beschränkungen eingeführt werden.“ Mit dem nun vorgelegten Präventions- und Eskalationskonzept könne man schnell und flexibel auf das jeweilige Infektionsgeschehen reagieren.

          „Bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen“

          Das Konzept sieht ein abgestuftes Verfahren vor. Dabei orientiert sich die hessische Regierung wie zuvor schon die Bundesregierung bei der Lockerung von Vorschriften an der Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Steigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf mindestens 20 pro 100.000 Einwohner an, sind „bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen“ zu ergreifen. Dazu zählt auf jeden Fall die Verstärkung des Meldesystems. Wenn die Zahl auf 35 steigt, sollen die Kommunen den Corona-Planungsstab des Sozialministeriums in ihr Handeln einbinden. Beim Erreichen der Grenze von 50 tritt, wie schon in den meisten Bundesländern seit Mitte April vorgesehen, ein „konsequentes Beschränkungskonzept“ in Kraft. Die Kommunen müssen mit dem Planungsstab im Sozialministerium und dem koordinierenden Krankenhaus eng zusammenarbeiten. Steigt die Zahl der Neuinfektionen sogar auf mindestens 75 pro 100.000 Einwohner, übernimmt das Sozialministerium die „Steuerung der medizinischen Lage“.

          Den Kreisen und kreisfreien Städten komme bei der Bekämpfung der Pandemie eine tragende Rolle zu, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Landesregierung unterstütze sie dabei nach Kräften. Sie habe persönliche Schutzausrüstungen organisiert, die örtlichen Gesundheitsämter personell verstärkt und von Verwaltungsaufgaben entlastet. Bei einem „örtlichen oder regionalen Ausbruchsgeschehen“ stünden der Katastrophenschutz und die Polizei bereit. Das landesweite „Präventions- und Eskalationskonzept“ wurde am Mittwoch den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände vorgestellt.

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