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Im Zuge der Corona-Lockerungen : Hessen gibt Freibäder wieder frei

Mögliche Öffnung: Ab kommender Woche könnten Freibäder wieder Gäste empfangen. Bild: dpa

Hessens Freibäder sollen ab nächster Woche wieder für die Allgemeinheit zugänglich sein. Das sagt der Hessische Landkreistag für Kommunen. Strenge Vorsichtsmaßnahmen müssen aber trotzdem eingehalten werden.

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          Schwimmbäder und Badeseen in Hessen sollen vom 15. Juni an für die Allgemeinheit öffnen. Darüber hat der Hessische Landkreistag die Kommunen informiert. Der Verband bezieht sich auf eine Telefonkonferenz mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Ende vergangener Woche. Am Dienstag wollte die Staatskanzlei die Meldung nicht bestätigen. Heute soll über mögliche weitere Lockerungen der Bestimmungen zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus informiert werden.

          Helmut Schwan

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Wie die „Initiative für eine behutsame Öffnung der Freibäder in Hessen“ weiter erfahren hat, gibt die Landesregierung in der Verordnung vor, pro Badegast seien fünf Quadratmeter Liegefläche vorzusehen. Das läuft auf eine Obergrenze hinaus, die, sobald sie erreicht wird, den Zutritt weiterer Badegäste verbietet.

          Noch mehrere Tage Vorlauf

          Im Wasser soll jeder weitgehend eigenverantwortlich dafür sein, den Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten. Die Freibad-Initiative rechnet damit, dass in einem 50-Meter-Becken mit acht Bahnen maximal 160 Personen zur gleichen Zeit schwimmen dürfen. Hinzu sollen Hygieneregeln für die Sanitäranlagen und Möglichkeiten zur Desinfektion kommen. Duschen und Umkleidekabinen könnten unter strengen Auflagen genutzt werden.

          Voraussichtlich werden jedoch in Hessen die Schwimmbäder erst nach und nach öffnen, je nach dem Stand der Vorbereitung. Während man in Frankfurt, etwa in dem Bad im Stadtteil Hausen, oder in Alsfeld schon startklar ist, bedarf es offenbar in vielen anderen Kommunen noch mehrerer Tage Vorlauf. Viele Becken sind noch leer. Allein das Befüllen dauert aus statischen Gründen meist länger als eine Woche. Anschließend müssen die Anlagen noch „abgenommen“ werden. Die Freibad-Initiative erwartet von den Kommunen, welche immer noch die meisten Schwimmbäder betreiben, dass diese ihre „Hausaufgaben“ möglichst schnell erledigen.

          Inzwischen hat sich offenbar die Auffassung durchgesetzt, dass Chlor die Ausbreitung des Coronavirus hemmt. Es sei jedenfalls wesentlich ungefährlicher, in ein Freibad zu gehen als in einen Badesee, sagt der Sprecher der Initiative. Er hält übrigens auch die zwischenzeitlich aufgekommene Idee für erledigt, Schwimmer müssten zum Schutz vor einer Infektion in diesem Sommer ihre Bahnen in weiten Kreisen ziehen.

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