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Corona : Im Rhein-Main-Gebiet sind mehr als 4500 Menschen in Quarantäne

Wer gegen die Verfügung verstößt, dem droht ein Zwangsgeld in Höhe von bis zu 4000 Euro. Bild: dpa

Folgen von Reisen ins Risikogebiete oder Kontakten zu Infizierten: 4500 Menschen gelten derzeit im Rhein-Main-Gebiet als direkte Corona-Kontaktpersonen und müssen zu Hause bleiben. Wer gegen die Anordnung verstößt, dem droht ein hohes Zwangsgeld.

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          Postboten brauchen auch mal Pause. Sonntags bleibt der Briefkasten deshalb leer. Aber auch diese Regel gilt seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr. Weil das Frankfurter Gesundheitsamt auch am Wochenende Menschen schriftlich mitteilen muss, dass sie sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben haben, kommen Fahrradkuriere im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz. In der Regel seien die Betroffenen schon telefonisch vorgewarnt worden, das amtliche Schreiben unterstreiche aber noch einmal den Ernst der Lage, sagt Boris Böddinghaus, Arzt im Gesundheitsamt Frankfurt.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Anrede in der „Verwaltungsverfügung“ ist förmlich, der Unterton streng. Schwarz auf Weiß wird in dem Bescheid aufgelistet, was die Kontaktpersonen in den kommenden 14 Tagen zu tun, vielmehr aber noch, was sie zu unterlassen haben. Wer gegen die Verfügung verstößt, dem droht ein Zwangsgeld in Höhe von bis zu 4000 Euro. Das ist in dem Schreiben ebenso nachzulesen wie die Information, wie die Betroffenen einen Verdienstausfall geltend machen können.

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