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Psychologe zu Corona-Hysterie : Warum so viele Leute so viel Klopapier horten

Der massenhafte Kauf von Toilettenpapier spiegle eine zutiefst menschliche Reaktion wider, sagt der klinische Psychologe Uwe Böning. Bild: AEON Medienproduktion

Der massenhafte Kauf von Toilettenpapier spiegle eine zutiefst menschliche Reaktion wider, sagt der klinische Psychologe Uwe Böning. Das verurteilt er nicht – die Krisenkommunikation der Politik dagegen schon.

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          Wieso glauben die Menschen, durch den Kauf von Klopapier die Corona-Krise überstehen zu können?

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Das ist eine Ersatzhandlung, wie sie gerade in Stress-Situationen auftreten. Menschen tun dies oft, um die Kontrolle über eine vermeintlich gefährliche Situation wiederzubekommen, die sie aber in Wirklichkeit gar nicht kontrollieren können. Man tut dies, um seine Angst an Dingen abzureagieren, die sich leichter kontrollieren lassen. Unter Panikbedingungen wird vernünftiges Handeln stark blockiert. Bei Menschen, die unter Panik stehen, schlägt das Alarmsystem in ihrem Hirn vernünftige Handlungsmodelle aus. Niemand berechnet mehr, ob das Klopapier wirklich gebraucht wird. Es wird einfach vom extremsten Fall ausgegangen, der eintreten könnte.

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