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Uwe Becker wird Staatssekretär : Comeback in Wiesbaden

Uwe Becker bei seiner Abwahl als Kämmerer der Stadt Frankfurt im September 2021 in der Stadtverordnetenversammlung Bild: Lucas Bäuml

Nach seiner Abwahl als Kämmerer und Bürgermeister von Frankfurt wechselt der CDU-Politiker Uwe Becker als Europa-Staatssekretär nach Wiesbaden. Hessischer Antisemitismusbeauftragter bleibt er.

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          Uwe Becker (CDU) hat in den vergangenen Monaten nie ein Hehl daraus gemacht, dass es ihn wieder zurück in die Politik zieht. Nach seiner Abwahl als Stadtkämmerer und Bürgermeister Frankfurts im Spätsommer war er ohnehin als hessischer Antisemitismusbeauftragter weiter in Wiesbaden präsent – mit eigenem Büro in der Staatskanzlei. Becker ist in der Landeshauptstadt vernetzt und hat die Kontakte auch zum Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) nicht abreißen lassen, mit Erfolg: Nun soll er Nachfolger des bisherigen Europastaatssekretärs Mark Weinmeister werden, der im kommenden Jahr als Regierungspräsident nach Kassel wechselt. Das hat die Staatskanzlei in Wiesbaden am Dienstag mitgeteilt. Bouffier will Becker am kommenden Montag dem Kabinett vorschlagen.

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich freue mich sehr“, sagte der 52 Jahre alte Frankfurter am Dienstagnachmittag, „und bin dem Ministerpräsidenten dankbar“. Bouffier habe gewusst, „dass es mich zurück in die Politik zieht“. Becker beschrieb seine neue Aufgabe als Staatssekretär für Europaangelegenheiten als „besonders reizvoll“, zumal die europäische Perspektive für Hessen wichtig sei, für den Finanzplatz, den Wirtschaftsstandort und als Verkehrsknoten mit dem Flughafen Frankfurt. Das Amt des Antisemitismusbeauftragten wird Becker weiterhin ausüben.

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