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Chor und Corona : Das „gefährlichste Hobby der Welt“

  • Aktualisiert am

Hoffen aufs Weihnachtskonzert: Der Bach-Chor aus Bad Homburg Bild: dpa

Chöre bangen um ihre Weihnachtskonzerte. Während der Corona-Pandemie mussten viele Proben abgesagt werden. Auch jetzt gilt das Singen in der Gruppe als gefährlich.

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          Mittlerweile sind sie wieder gut in Form, die Sängerinnen und Sänger des über 100 Jahre alten Bach-Chors in Bad Homburg. „Ich hatte schon Probleme, wieder reinzukommen“, blickt der Sänger Konrad Watteroth auf den vergangenen Sommer zurück, als endlich wieder geprobt werden durfte. Weil beim Singen noch mehr Aerosole verteilt werden als beim Sprechen, war es zum „gefährlichsten Hobby der Welt“ geworden, wie Chorleiterin Susanne Rohn mit einem kleinen Augenzwinkern sagt.

          Chorproben und -konzerte waren in der Corona-Pandemie über ein halbes Jahr lang verboten gewesen, im Sommer durften sich die Sänger immerhin im Freien treffen – der Bach-Chor probte unter anderem im Garten der Leiterin und bekam sogar wieder Applaus zu hören, und zwar von Passanten. „Stellen Sie sich einen Sportler vor, der Monate keinen Sport machen darf“, verdeutlicht die Chorsängerin Myriam Jabaly, wie sehr ihr das Singverbot zugesetzt hatte.

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