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Neues Syntheseverfahren : Wie sich Kunststoff ohne Chlorgas herstellen lässt

Achtung, Gefahr: Mit Chlorgas darf nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden. Bild: dapd

Chemiker aus Mainz und Zürich zeigen, wie wichtige Industrie-Grundstoffe ohne giftiges Chlor und Brom synthetisiert werden können. Das eröffnet auch neue Wege zum Entsorgen von Pflanzenschutzmitteln.

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          Chlorgas und Brom sind Chemikalien, mit denen man möglichst wenig zu tun haben möchte – sie sind hochgiftig und wirken stark korrosiv. Forscher der Uni Mainz und der ETH Zürich haben eine Methode gefunden, mit der zwei wichtige Grundsubstanzen für die Industrie ohne Einsatz von elementarem Chlor und Brom synthetisiert werden können.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie die Experimente von Siegfried Waldvogel und seinen Kollegen zeigen, lassen sich aus Lösungsmitteln, wie sie zur Herstellung von PVC verwendet werden, durch Zufuhr von Strom Dichloride und Dibromide erzeugen. Diese Verbindungen werden für die Kunststoff-, Farb- und Düngemittelproduktion benötigt.

          Das Elektrolyse-Verfahren, das die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Science“ beschreiben, kann auch in kleinen Laboren zum Einsatz kommen, die sich nicht für den Umgang mit Chlor eignen. Als Ausgangsstoffe taugen auch Rückstände von mittlerweile verbotenen Pflanzenschutzmitteln, etwa aus verseuchtem Erdreich.

          Link zur Publikation

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