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Camp King in Oberursel : Studenten, Gefangene und Agenten

  • -Aktualisiert am

1942 als Versammlungshaus errichtet, wurde das Gebäude nach dem Krieg als „Mountain Lodge“ zum amerikanischen Offizierscasino. Bild: Lucas Bäuml

Von der Nazi-Mustersiedlung zum Geheimdienst-Stützpunkt der US-Army: Die wechselvolle Geschichte des Camp King in Oberursel ist kaum bekannt. Dabei dokumentieren die Gebäude ein Stück Zeitgeschichte.

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          Das Viertel macht an diesen warmen Tagen einen besonders friedlichen Eindruck. Oft weht ein kühlender Hauch von den nahe liegenden Taunushügeln herunter, der schattige Wald ist einen Steinwurf entfernt. Zwischen schmucken Häusern gibt es viel Grün, bunte Gärten und große, stattliche Eichen, die während der Bauphase in den späten Neunzigern und Anfang dieses Jahrtausends sorgfältig hatten geschützt werden müssen. Am nördlichen Rand liegt ein Reiterhof, der eine ländlich wirkende Idylle vermittelt, obwohl Oberursel doch durchaus eine moderne Stadt mit 43 000 Einwohnern ist.

          Hier im Norden der Stadt, unterhalb der Hohemark lebt es sich gut. Die Bundesstraße 455, die als Verlängerung der A 661 in Richtung Feldberg führt, hört man bei Westwind als dezentes Rauschen zwischen dem Vogelgezwitscher. Doch bei aller Beschaulichkeit hat das Viertel doch eine bemerkenswerte Geschichte. Schon der Name signalisiert es: Camp King. Er stammt aus den Zeiten, in denen das Quartier von den Amerikanern genutzt wurde.

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