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„Keine Nutzungserlaubnis“ : Bordell in Wohngebiet soll nach 30 Jahren schließen

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Urteil: 30 Jahre lang diente ein Wohnhaus in Buseck nahe Gießen als Bordell, damit soll laut Verwaltungsgericht Gießen nun Schluss sein Bild: dpa

30 Jahre lang diente ein Wohnhaus in Buseck nahe Gießen als Bordell, damit soll laut Verwaltungsgericht Gießen nun Schluss sein. Begründung: Keine Nutzungsgenehmigung. Doch es gibt auch eine grundsätzliche Hürde.

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          Eine Frau darf ihr Haus im Landkreis Gießen nicht weiter als Bordell betreiben. Das entschied das Verwaltungsgericht Gießen im Juli, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Seit mehr als 30 Jahren nutze die Frau ihr Zuhause samt Schwimmhalle als Bordell.

          Wie eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage mitteilte, liegt das Gebäude in Buseck. Das Anwesen habe über die Jahre verschiedene Besitzer gehabt.

          Eine Erlaubnis für den Bordellbetrieb hatte es nie gegeben, wie die Bauaufsichtsbehörde bei Nachforschungen ermittelte. Die Beamten entschieden: Der Betrieb müsse binnen sechs Monaten enden.

          Beschwerde eingelegt

          Dagegen reichte die Betroffene einen Eilantrag ein, den das Verwaltungsgericht ablehnte (1 L 2835/19.GI). Die Frau habe keine Nutzungsgenehmigung vorlegen können. Diese hätte sie jedoch ohnehin nicht bekommen, da ein Bordell in einem allgemeinen Wohngebiet nicht zulässig sei.

          Die Frau legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Über diese muss nun der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel entscheiden.

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