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Büros in Offenbach gefragt : Mieten bis 22,50 Euro am Kaiserlei

Knoten: Der Kaiserlei in Offenbach wird umgebaut, Büroflächen dort sind gefragt Bild: georg-foto

Büros in Offenbach werden vor allem an der Grenze zu Frankfurt und am Hafen teurer. Die Nachfrage steigt trotz Corona.

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          Wer sich ein Büro im Quartier rund um den ehemaligen Kaiserlei-Kreisel in Offenbach mieten will, der muss inzwischen mit bis zu 22,50 Euro je Quadratmeter rechnen. Aber auch gleich nebenan am neugestalteten Hafen sind in der Spitze 21,50 Euro fällig, wenn man eine besonders komfortable Bürofläche sucht. Im Vorjahresvergleich bedeutet das bei den Spitzenmieten ein Plus von rund sechs Euro am Kaiserlei und am Hafen.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Es geht aber selbst in diesen Toplagen auch günstiger, am Hafen beginnen die Mieten für einfache Büros bei 4,50 Euro und am Kaiserlei bei 8,50 Euro, wie aus dem Flächenreport für Offenbach hervorgeht, den Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und der Leiter der Offenbacher Wirtschaftsförderung, Jürgen Amberger, am Mittwoch vorgelegt haben.

          Firmen lassen sich mehr Zeit

          Trotz der Corona-Pandemie ist Amberger zufolge die Zahl der Anfragen von Interessenten, die geeignete Flächen suchen, weiter gestiegen. Aber mit den Entscheidungen lassen sich die Unternehmen – wohl auch wegen der durch die Virus-Pandemie erzeugten Unwägbarkeiten – inzwischen mehr Zeit, wie es weiter hieß.

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          Schwenke, der zugleich Wirtschaftsdezernent ist, sieht derzeit zwei der Corona-Pandemie geschuldete Trends, wobei aber noch nicht zu sagen sei, welcher von beiden sich eher durchsetze: Da seien einmal Unternehmen, die auf den Trend zur Arbeit im Homeoffice reagierten und die gemieteten Büroflächen zwar reduzieren, aber sich zugleich Optionen auf zusätzliche Flächen erhalten wollten für den Fall, dass doch wieder das Gros der Mitarbeiter ins Büro zurückkehren müsse. Für eine solche maximale Flexibilität könnten Schwenke zufolge die am Kaiserlei geplanten, aber noch nicht realisierten Büroflächen die richtigen sein.

          Mehr Abstand halten im Büro

          Andere Unternehmen reagieren Schwenke zufolge auf die Corona-Pandemie einerseits mit Stellenabbau, rechneten aber zugleich damit, dass sie wegen der Abstandsregeln trotzdem keinen geringeren Flächenbedarf haben werden. Vielmehr gingen diese Firmen davon aus, dass sie mit mehr Abstand zwischen den Arbeitsplätzen und auch wieder mit mehr Einzelbüros planen müssten. Diese letztlich von einer gewissen Unwägbarkeit geprägte Situation führe derzeit zu längeren Entscheidungsprozessen.

          Die Interessenten sind bei der Suche nach Büroflächen nicht nur auf Neubauten fixiert. „Auch Modernisierungen von Bestandsflächen stärken Offenbach als Unternehmensstandort und tragen zur Attraktivität und einem höheren Preisniveau bei“, führte Schwenke weiter aus. Alles in allem ist Offenbach aus Sicht der Wirtschaftsförderung trotz der Corona-Pandemie derzeit – was die Flächenvermarktung angeht – auf einem guten Weg: Mit den Neubauprojekten „Wayv Riverside Office Tower“ und „Die Macherei Hafen Offenbach“ entwickle sich der Hafen weiter.

          Der Rückbau des Kreisels am Kaiserlei eröffne neue, sehr attraktive Flächenpotentiale für weitere Büroflächen. Mit dem Erwerb des ehemaligen Clariant-Geländes im Osten der Stadt, auf dem ein Innovations-Campus für Neuansiedlungen entstehen soll, werde Platz für Kreative und Unternehmen der Digitalwirtschaft geschaffen, heißt es im Flächenreport weiter. Und der demnächst vorliegende Bebauungsplan für das alte Güterbahnhofsareal ermögliche schließlich die Entwicklung eines kompletten urbanen Gebietes mit einem Schwerpunkt auf kleinteiligem Gewerbe.

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