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Büdinger Festungsanlagen : Hinter wehrhaften Mauern

Nahezu lückenlos erhalten: die Büdinger Festungsmauer mit dem Jerusalemer Tor Bild: Wolfgang Eilmes

Den Bewohnern ist der Wert der Büdinger Festungsanlagen schon früh bewusst gewesen. Jetzt ist die Stadt Mitglied der Route „Forte Cultura“ geworden, um noch mehr Touristen anzuziehen.

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          Wasser gibt es in den Gräben heute nicht mehr, aber ansonsten hat sich der Anblick seit Jahrhunderten kaum verändert. Die nahezu lückenlos erhaltenen Festungsanlagen in Büdingen zählen zu den besonderen Attraktionen der an historischen Bauwerken ohnehin nicht armen ehemaligen Residenzstadt in der östlichen Wetterau. Für Denkmalpfleger ist die rund drei Kilometer lange Stadtmauer mit Wehrtürmen, Gängen und Pforten sogar ein national herausragendes Beispiel historischer Befestigungsanlagen aus der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Um das bedeutende historische Erbe gebührend herauszustellen und damit noch mehr Besucher in die Stadt zu locken, ist die Stadt der Kulturroute „Forte Cultura“ beigetreten.

          Wolfram Ahlers

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Kommunen und Organisationen in Europa mit dem Ziel, Städte, deren kulturelles Erbe sich besonders durch geschichtsträchtige Wehranlagen hervortut, gemeinsam zu bewerben und zu vermarkten. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Berlin, Prag, Budapest, Salzburg, Ulm und Koblenz – und nun auch Büdingen. Das von der Europäischen Union geförderte Netzwerk dient dem auch wissenschaftlich begleiteten Austausch, gibt Publikationen heraus, entwickelt unter anderem Marketingstrategien für eine Art Festungstourismus, der nicht zuletzt bei internationalen Börsen präsentiert wird.

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