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Entwicklung von Medikamenten : Weniger Datenschutz für bessere Medizin

  • -Aktualisiert am

Um die Forschung zu unterstützen, will Ministerpräsident Bouffier in Gesundheitsfragen die Datenschutzhürden senken. Bild: EPA

Anonymisierte Krankheitsdaten sollen für die Medikamentenentwicklung zur Verfügung stehen. Dafür sprechen sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und der Pharmaunternehmer Jochen Maas aus.

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          Um Menschenleben zu retten, sollte der Datenschutz zumindest zeitweise verringert werden. Das haben am Freitag Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Geschäftsführer Forschung des Pharmaunternehmens Sanofi-Aventis in Deutschland, Jochen Maas, vorgeschlagen. Anlass war die Sitzung des Lenkungsausschusses der Initiative Gesundheitswirtschaft Hessen. Bouffier und Maas sprachen sich dafür aus, anonymisierte Krankheitsdaten für die Medikamenten-Entwicklung einzusetzen. Dass es nach zehn Monaten schon Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt, bezeichnete Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) als ein „Impfwunder“.

          „Es geht nicht nur um die Situation jetzt in der Pandemie“, sagte Bouffier und zitierte einen Satz des langjährigen hessischen Datenschutzbeauftragten Michael Ronellenfitsch: „Es gibt Wichtigeres als Datenschutz, nämlich dann, wenn es um Leben und Gesundheit geht.“ Es sei nun nicht das Ziel, den Datenschutz abzuschaffen, denn das wäre töricht, machte Bouffier klar.

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