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Böden in Rhein-Main : Vollgesogen wie ein nasser Schwamm

Wasserabweisend: Der Grund ist so gesättigt, dass nichts mehr versickern kann – dann wird zum Beispiel die Langenselbolder Kinzigaue geflutet. Bild: AP

Das Hochwasser in Rhein-Main zeigt: Die oberen Bodenschichten können nichts mehr aufnehmen. Reicht das auch für die Grundwasserbildung? Andreas Brömser, Argrarmeteorologe des Deutschen Wetterdienstes, liefert Antworten.

          3 Min.

          Grauer Himmel und Dauerregen: Das strapaziert nicht nur das Gemüt, sondern stellt in weiten Teilen Hessens längst auch für den Boden eine Herausforderung dar. „Die oberen Bodenschichten können kein weiteres Wasser mehr aufnehmen“, sagt Andreas Brömser, „aktuell kann mehr Regen nichts mehr bringen“. Könnte der Argrarmeteorologe des Deutschen Wetterdienstes Einfluss auf das Wetter nehmen, dann würde das Dauernass von oben derzeit etwas pausieren und „in zwei bis drei Wochen dürfte es dann wieder flächendeckend regnen“. Dass grundsätzlich Regen nach dem dritten zu heißen und trockenen Sommer hintereinander gut und wichtig ist, damit im Laufe des März die Vegetationsperiode beginnen und Bäume wieder austreiben können, daran lässt natürlich auch Brömser keinen Zweifel.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Von größter Bedeutung ist, dass im sogenannten hydrologischen Winterhalbjahr, das im November beginnt und mit dem April endet, es so viel regnet, dass der Boden richtig tief durchfeuchtet wird. Und zwar so stark, dass sich neues Grundwasser bilden kann. Denn nur in diesen Monaten kann Regenwasser überhaupt bis in die Tiefen vordringen.

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