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Blick aus der Höhe : Wie ein Vogel den Taunus sieht

  • -Aktualisiert am

Verkehrsknoten: Der Bahnhof in Bad Homburg soll in einigen Jahren auch Halt für U-Bahn und die Züge der Regionaltangente West sein. Bild: Axel Häsler

Was heute der Taunus ist, nannte man früher schlicht die Höhe. Daran erinnert zum Beispiel der Name Bad Homburg vor der Höhe. Nach ganz oben schafft es der Fotograf Axel Häsler. Er besteigt das Flugzeug und sorgt für den Blick aus der Höhe.

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          Der Bad Homburger Bahnhof steht für das Spiel mit der Zeit, nicht nur der von Ankunft und Abfahrt. Er verbindet Menschen und Zeiten. Heute gilt das 113 Jahre alte Empfangsgebäude als historisch. Als „neuer Bahnhof“ führte es einst zwei Bahnlinien mit bis dahin getrennten Stationen zusammen. Zu jener Zeit kam Kaiser Wilhelm II. regelmäßig in das als Sommerresidenz genutzte Landgrafenschloss. Und nach seiner Majestät Geschmack sah der neue Bahnhof aus wie ein altes Gemäuer. Ihn überragt als Wahrzeichen ein Uhrturm mit kupferbedeckter Haube, der zu einem mittelalterlichen Städtchen passen würde. Selbst das einfache Betriebsgebäude nebenan war mit Fachwerk verziert, und der gewaltige Wasserturm gereichte jeder Stadtmauer zur Wehr. Mit zehn Metern hat er den gleichen Durchmesser wie der Weiße Turm des Bad Homburger Schlosses.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Der Blick aus der Luft offenbart, dass der Bahnhof auch heute noch für den Wandel steht. Alles hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert. Der Bahnhof selbst ist renoviert worden. Der Vorplatz öffnet sich völlig neu gestaltet zur Bad Homburger Innenstadt hin. Die helle Betonbahn links oben gehört zum neuen Busbahnhof. Den unteren Bildrand hätten früher Gütergleise gefüllt. An ihrer Stelle sind nun Bürogebäude und ein Hotel zu erkennen.

          Die Baugrube auf der rechten Seite zeigt, dass die Veränderungen noch nicht abgeschlossen sind. Wo bis vor vier Jahren die Post stand, ist ein Neubau geplant, der den Bad Homburgern großes Kino bieten soll. Sieben Vorführsäle mit fast 1000 Plätzen machen den Bahnhof künftig auch für die spannend, die sich weder für Architektur noch für Nahverkehr interessieren.

          Miniaturgebirge: Von unten erinnern die Eschbacher Klippen im gleichnamigen Stadtteil von Usingen an ein solches. Bilderstrecke
          Blick von oben : Der Taunus aus einer anderen Perspektive

          An der Bahnsteigkante halten unterdessen weiter Züge: außer der roten S-Bahn schon jetzt die Taunusbahn. Die U-Bahn und die Züge der Regionaltangente West sollen in einigen Jahren dazukommen. Die Bedeutung als Verkehrsknoten nimmt also noch zu. Nur Kurswagen der Bäderbahn bis an die französische Atlantikküste wie zu Kaisers Zeiten kann man nicht mehr buchen.

          Wer im Taunus eine schroffe Felslandschaft sucht, die sich aus der kargen Ebene erhebt, wird drei Kilometer nördlich von Usingen fündig. Die Eschbacher Klippen sind gerade einmal 100 Meter lang, bis zu 20 Meter breit und kaum 15 Meter hoch. Und doch sehen sie aus wie ein Hochgebirgszug im Miniaturformat. Tatsächlich ist der Buchstein, wie das Gebilde beim Usinger Stadtteil Eschbach eigentlich heißt, ein beliebter Kletterfelsen. Von der Nordseite ist der Aufstieg weniger anspruchsvoll, doch an der Südwand ist der ganze Bergsteiger gefragt. Geologisch ist der Buchstein Teil eines Quarzgangs, dessen härteres Gestein die Erosion des weicheren Schiefers der Umgebung überdauert hat.

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