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Blaulicht in Rhein-Main : Zeugenhinweise zur Leiche im Main - Polizei löst Party auf

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Nach Autobränden: In Bensheim wurde ein mutmaßlicher Brandstifter festgenommen. Bild: dpa

Nach dem Fund einer Frauenleiche im Main hat die Frankfurter Polizei erste Zeugenhinweise erhalten. Ein Tatverdächtiger ist sieben Jahre nach der brutalen Attacke einer jungen Hanauerin in U-Haft.

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          Hanau. In einer Hanauer Wohnung hat die Polizei eine wegen der Corona-Pandemie verbotene Geburtstagsfeier aufgelöst. Gegen 24 Männer und Frauen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die 21 bis 49 Jahre alten Partygäste wurden nach Hause geschickt. In der Dachgeschosswohnung war den Angaben zufolge bereits im Januar eine Party von der Polizei beendet worden. Damals hatten 35 Menschen gefeiert – mit zwei Escort-Damen.

          Hanau Der Verdächtige im Fall einer brutalen Attacke auf eine Frau im Jahr 2013 ist in Untersuchungshaft gekommen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau am Donnerstag mit. Nach der Festnahme des 32 Jahre alte Mann am Vortag würden sich nun „umfangreiche Ermittlungen“ anschließen. Der Sprecher machte zunächst keine Angaben dazu, ob sich der Mann zu den Vorwürfen gegen ihn geäußert hat und was das mögliche Motiv sein könnte.

          Dem Mann wird vorgeworfen, im September 2013 die damals 25 Jahre alte Rechtsreferendarin, die am Landgericht Hanau arbeitete, abends auf ihrem Nachhauseweg angegriffen zu haben. Er soll mehrfach mit einer fast zwei Kilo schweren Kurzhantelstange auf den Kopf der Frau eingeschlagen haben. Sie erlitt schwerste Verletzungen und überlebte nach Angaben der Ermittler nur knapp.

          Trotz aufwendiger Untersuchungen führte zunächst keine Spur zu einem Verdächtigen. Ende Januar dann brachte ein DNA-Treffer die Ermittlungen gegen den 32 Jahre alten mutmaßlichen Täter ins Rollen. Der Verdächtige war am Mittwoch wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags in einer Therapieeinrichtung im Großraum München festgenommen worden.

          Frankfurt. Weil er vor einer Fahrkartenkontrolle in einen Tunnel flüchtete, hat ein Mann in Frankfurt für zahlreiche Verspätungen im S-Bahn-Verkehr gesorgt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, kam es wegen der Sperrung des Tunnels bei 24 S-Bahnen zu Verspätungen. Demnach hatte der 22-Jährige bei einer Kontrolle in einer S-Bahn am Mittwochmittag keinen Fahrschein nachweisen können. Nachdem er zur Feststellung seiner Identität gemeinsam mit den Kontrolleuren die Bahn an der Station Mühlberg verlassen hatte, rannte er laut Polizei vom Bahnsteig in den Tunnelbereich. Die Strecke musste daraufhin gesperrt werden. Die Beamten stellten den Mann etwa 200 Meter hinter dem Bahnsteigende im Tunnel und brachten ihn zurück zum Bahnsteig. Nach etwa einer halben Stunde wurde die Sperrung aufgehoben. Gegen den 22-Jährigen wurden laut Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des unerlaubten Aufenthaltes auf Bahnanlagen eingeleitet.

          Frankfurt. Nach dem Fund einer Frauenleiche an der Friedensbrücke im Main sind am Donnerstag mehrere Hinweise auf die Identität der Toten eingegangen. Wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage mitteilte, handelt es sich um eine Reihe von Informationen, die derzeit abgearbeitet würden. Wie berichtet, war die Leiche am Morgen des 12. März dieses Jahres auf dem Wasser treibend von einem Spaziergänger gefunden worden. Die Ermittlungen haben jedoch keinen Anhaltspunkt auf die Identität der 50 bis 70 Jahre alten Frau geben können. Daher entschied die Polizei sich am Mittwoch für eine Öffentlichkeitsfahndung. Ein Foto der Toten ist auf der Internetseite der Polizei unter www.polizei.hessen.de unter „Polizeipräsidium Frankfurt“ abrufbar.

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