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Blaulicht in Rhein-Main : Enkeltrick-Variante über WhatsApp - Straßenbahn-Ausfall in Frankfurt

  • Aktualisiert am

Eine Polizeistreife bei Nacht (Symbolbild) Bild: Finn Winkler

Die Polizeidirektion Wetterau warnt vor einer neuen Variante des „Enkeltricks“. Bei einer Kontrolle in Gießen wurden 13 potentielle Schwarzarbeiter auf einer Baustelle festgenommen.

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          Wetterau on einer neuen „Enkeltrick-Variante“ berichtet die Polizeidirektion Wetterau. Am Dienstag, 15. Juni, erhielt eine Frau aus Ober-Mörlen eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer. Der Verfasser der Mail gab sich als ihr erwachsener Sohn aus. Er begründete die fremde Nummer mit einem Wasserschaden seines Handys, weshalb er aktuell ein Ersatzgerät nutze. Ob der nachvollziehbaren Begründung, war die Mutter arglos. Nach einigen belanglosen Nachrichten, unter anderem über das Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft, hatte der vermeintliche Sohn eine Bitte. Es stehe eine dringende Überweisung an, die er in Ermangelung seines Handys nicht bei der Bank bestätigen könne. Ausnahmsweise könne hoffentlich die Mutter die knapp 4000 Euro für ihn überweisen. Er werde ihr das Geld zeitnah zurückgeben.

          In dem Bewusstsein, ihrem zuverlässigen Sohn einen Gefallen zu tun, kam die Frau der Bitte nach. Sie überwies den geforderten Betrag an das angegebene Konto und sandte, als Hinweis auf die Erledigung, eine Kopie des Überweisungsbeleges an ihren Filius. Diese ging, aus Gewohnheit, an die „alte“ Nummer. Damit fiel der Schwindel auf. Denn der Sohn beklagte selbstredend weder ein defektes Handy noch habe er seine Mutter um eine Überweisung gebeten, wie er telefonisch versicherte. Die Frau erstattete am nächsten Tage eine Anzeige. Die Polizei kontaktierte die Bank und konnte verhindern, dass der Betrag abgebucht wurde. Nun soll ermittelt werden, wer hinter dem Betrug steht.

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