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Fall seit längerem bekannt : Bistum Mainz ermittelt gegen Priester im Ruhestand

  • Aktualisiert am

Wahrzeichen des Bistums: Mainzer Dom Bild: obs

Ein kirchliches Vorermittlungsverfahren gegen einen Priester im Ruhestand hat das Bistum Mainz eingeleitet. Es geht um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs. Auch das Bistum Trier ist eingeschaltet.

          Wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger hat das Bistum Mainz ein kirchliches Vorermittlungsverfahren gegen einen Priester im Ruhestand eröffnet. Der Mann, der im Bistum Trier wohnt, müsse nun alle priesterlichen Tätigkeiten ruhen lassen und sich von Kindern und Jugendlichen fernhalten, teilte das Bistum Trier mit. Der Vorwurf beziehe sich auf einen Vorgang, der mehr als 30 Jahre zurückliege und strafrechtlich verjährt sei.

          Der Sachverhalt sei 2010 bei der Staatsanwaltschaft angezeigt worden, zu strafrechtlichen Ermittlungen sei es wegen Verjährung aber nicht gekommen. Ein kirchliches Vorermittlungsverfahren sei damals nicht eröffnet worden, sagte der Sprecher des Bistums Mainz.

          Im schlimmsten Fall Entlassung aus dem Klerikerstand

          Dies sei bei der Aufarbeitung der Personalakten nach der wissenschaftlichen Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche (MHG-Studie) festgestellt worden. „Das wird jetzt quasi nachgeholt“, sagte der Sprecher.

          Es sei im Bistum Mainz der erste Fall einer solchen kircheninternen Untersuchung, die bei der Aufarbeitung nach der im September 2018 vorgestellten Studie eingeleitet wurde. Am Ende solcher Ermittlungen kann ein Priester im schlimmsten Fall aus dem Klerikerstand entlassen werden. Das Bistum Mainz liegt zu etwa zwei Dritteln in Hessen, der Rest gehört zu Rheinland-Pfalz.

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