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Mit mehr als 1000 Gästen : Bistum Limburg feiert erste Seligsprechung

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Premiere: Das Bistum Limburg feierte erste Seligsprechung. Links Bischöf Bätzing, in der Mitte der Vertreter des Papstes, Kardinal Koch Bild: dpa

Pater Richard Henkes ist in Limburg durch einen Vertreter des Papstes selig gesprochen worden. Der Geistliche hatte sich in der Nazizeit in einem KZ um Typhuskranke gekümmert und starb an der Krankheit.

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          Das Bistum Limburg hat am Sonntag die erste Seligsprechung in der Diözese gefeiert. Zu dem feierlichen Gottesdienst kamen mehr als 1000 Gäste in den Limburger Dom, wo der Gesandte aus Rom, Kardinal Kurt Koch, in Vertretung von Papst Franziskus Pater Richard Henkes, der von 1900 bis 1945 lebte, selig sprach. Das Bistum Limburg erstreckt sich auf hessisches und rheinland-pfälzisches Gebiet.

          Bistumssprecher Stephan Schnelle sprach von einer „bewegenden Liturgie“ im Dom. Über Kardinal Koch und dem Limburger Bischof Georg Bätzing, die am Altar standen, hing ein großes Banner mit dem Bildnis des seliggesprochenen Paters Henkes.

          Selig gesprochen: Pater Richard Henkes

          Dieser hatte dem Pallottiner-Orden angehört. Er wurde nach Angaben des Bistums Limburg wegen einer kritischen Predigt von den Nationalsozialisten 1943 verhaftet. Der Pater kam ins Konzentrationslager Dachau und pflegte dort während einer Typhusepidemie kranke Häftlinge.

          Henkes ließ sich freiwillig in einem Quarantäneblock einschließen, infizierte sich mit der Krankheit und starb. Das Verfahren, ihn seligsprechen zu können, wurde bereits 2003 eingeleitet.

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