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EKHN verweist auf Montag : Bistum Fulda sagt alle öffentlichen Gottesdienste ab

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Wartestand: Bis auf weiteres finden auch im Fuldaer Dom keine Gottesdienste mehr statt Bild: dpa

Um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus zu begegnen, lässt das Bistum Fulda wie das Mainzer alle öffentlichen Gottesdienste entfallen. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau wird das wohl am Montag tun. Zuvor mahnt sie ihre Mitglieder.

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          Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat das Bistum Fulda am Samstag mit sofortiger Wirkung alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Diese Regelung gelte bis zum 3. April, teilte ein Sprecher mit. Priester könnten unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Eucharistie weiter feiern. Bei diesen Feiern seien die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, hieß es mit Blick etwa auf den traditionellen Friedensgruß und den geteilten Messkelch.

          Je nach Möglichkeit vor Ort sollen die Kirchen für das persönliche Gebet geöffnet bleiben. Wer nicht auf den Gottesdienst verzichten will, soll in den kommenden Tagen auf der Homepage des Bistums Internetgottesdienst-Angebote finden. Das Bistum empfehle, Erstkommunionfeiern auf den Zeitraum nach den Sommerferien zu verlegen. Beerdigungen fänden weiterhin statt, hieß es.

          Zuvor hatte schon das Bistum Mainz die Gottesdienste abgesagt. Das Bistum Limburg will die Priester entscheiden lassen.

          „Gottesdienste keine Ausnahme“

          Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau teilt über den Kurznachrichtendienst mit, es sei von Montag an mit einer generellen Absage der Gottesdienste zu rechnen. Für diesen Sonntag verweist sie auf die Angebote von „Kirche von zu Hause“. In einer Erklärung heißt es weiter: „Den Anweisungen der Behörden vor Ort ist unbedingt Folge zu leisten. Das gilt auch für Verbote von Veranstaltungen. Gottesdienste bilden keine Ausnahme.“

          Bereits am Freitag hatte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ihren Pfarrern empfohlen, bis Ende April alle kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdienste abzusagen. Die Geistlichen wurden gebeten, die Kirchenräume jedoch offenzuhalten und die Glocken zu läuten. Auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau empfahl, auf die Feier des Abendmahls und das Austeilen von Gesangbüchern zu verzichten. Gottesdienste könnten aber weiterhin stattfinden, „sofern es die örtlichen Bedingungen erlauben“.

          Das Bistum Mainz hatte dagegen am Freitag bis zum 27. März sämtliche Gottesdienste untersagt. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf befindet sich derzeit in Quarantäne. Er hatte sich nach Angaben des Bistums in der vergangenen Woche mit einem Menschen in einem Raum aufgehalten, der mit dem Coronavirus infiziert war. Zum Bistum Mainz gehören auch Gemeinden in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet.

          Wiesbaden schließt seine Bäder

          Die Wiesbadener Hallenbäder und die beiden Thermen werden von diesem Sonntag an bis auf Weiteres geschlossen. Die Stadt begründete dies am Samstag mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus. Betroffen sind neben dem Thermalbad Aukammtal die Kaiser-Friedrich-Therme, das Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen, das Hallenbad Kostheim sowie das Freizeitbad Mainzer Straße. Wiesbaden hatte bereits angeordnet, Ansammlungen von mehr als 150 Menschen nicht weiter zu gestatten. In ganz Deutschland werden derzeit Bäder und Thermen wegen der Coronavirus-Krise vorübergehend geschlossen. (lhe.)

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