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Zwischenbilanz der DLRG : Mehr Badetote in Hessen

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Vier Badetoten mehr als im Vorjahreszeitraum meldete die DLRG in Hessen. (Symbolbild) Bild: dpa

In Hessen sind im bisherigen Jahr mehr Menschen in Gewässern ertrunken als im Vorjahreszeitraum. Angesichts der bevorstehende Hitzewelle zeigt sich die DLRG weiter besorgt – und warnt vor dem unüberlegten Sprung ins kühle Nass.

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          Die Zahl der Badetoten in Hessen ist gestiegen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben mindestens 18 Menschen, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das sind vier mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Drei Viertel der Badetoten waren männlich“, sagte der Präsident des hessischen Landesverbands, Michael Hohmann. Laut den Angaben starben 12 Menschen in Flüssen, 5 in Seen und einer in einem Bach. Unter den Opfern waren auch zwei Kinder.

          Bundesweit hingegen waren die Zahlen rückläufig. So kamen in ganz Deutschland mindestens 192 Menschen beim Baden ums Leben, 63 weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund für den entgegengesetzten Trend sieht Hohmann auch im hessischen Sommer. So sei das Wetter in Hessen deutlich besser gewesen, als beispielsweise in Bayern und an der Nordsee.

          Die deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnte mit Blick auf die bevorstehende Hitzewelle in Hessen vor dem Abkühlen und Schwimmen an unbewachten Badestellen und in Flüssen. „Der Rhein und der Main sind Bundeswasserstraßen, das ist wie eine Autobahn“, sagte der Präsident des hessischen Landesverbands der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Michael Hohmann. „Auf einer Autobahn geht auch niemand spazieren oder stellt daneben einen Sandkasten auf und lässt seine Kinder dort spielen.“ Die teils ohnehin starke Strömung werde durch die Schiffe noch verstärkt.

          Die aktuelle Saison stehe aufgrund der Corona-Krise unter besonderen Bedingungen. Zum einen würden viele Menschen in diesem Sommer in Deutschland bleiben. Zudem anderen hätten die Freibäder wegen der Pandemie entweder gar nicht erst aufgemacht oder eine Einlassbeschränkung. „Das hat zur Folge, dass viele Menschen an die unbewachten Badestellen stürmen“, sagte Hohmann.

          In Hessen wird es zum Wochenende heiß. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, startet schon der Donnerstag mit klarem Himmel und Höchstwerten zwischen 30 und 33 Grad. In der Nacht zum Freitag kühlen die Temperaturen nochmal auf bis zu 14 Grad ab. Am Tag bleibt es weiter trocken, die Temperaturen klettern laut Vorhersage auf bis zu 35 Grad. Auch das Wochenende bleibt sonnig. Die Höchstwerte liegen am Samstag laut DWD zwischen 34 und 37 Grad, am Sonntag bei bis zu 38 Grad.

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