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Limburg : Bischofssitz am Dom

  • -Aktualisiert am

Der neue Bischof erhält einen Dienstsitz in unmittelbarer Nähe zum Dom Bild: picture-alliance/ dpa

Der neue Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird einen Neubau gegenüber vom Limburger Dom als Wohnhaus beziehen. Zugleich wird ein benachbartes Fachwerkhaus am Domplatz aus dem Jahr 1287 saniert.

          Der neue Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird einen Neubau gegenüber vom Limburger Dom als Wohnhaus beziehen. Das teilte das Bistum mit. Zugleich wird ein benachbartes Fachwerkhaus am Domplatz aus dem Jahr 1287 saniert; in ihm sollen Diensträume des Bischofs eingerichtet werden. Dem Vernehmen nach kosten die Sanierung des Fachwerkhauses, das seit 1903 dem Bistum gehört, der Abriss eines bestehenden Flachdachgebäudes und der Neubau sechs bis sieben Millionen Euro.

          Der Mitteilung zufolge soll im Frühjahr 2008 mit den Bauarbeiten auf dem Areal zwischen dem markanten, denkmalgeschützten Fachwerkhaus und dem Dommuseum begonnen werden. Die Entscheidung habe das Domkapitel schon vor geraumer Zeit getroffen. Federführend ist der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler. Das Fachwerkhaus steht seit etlichen Monaten leer. Es war zuletzt vermietet worden. Davor hatte Weihbischof Gerhard Pieschl dort gewohnt. Außer den Amtsräumen und dem Bischofssekretariat soll es dort auch Räume für Gäste des Bischofs geben. „Damit ermöglichen wir dem neuen Bischof und seinen Nachfolgern in Limburg einen Dienstsitz und einen Wohnbereich mit Garten in unmittelbarer Nähe zum Dom. Auch der Weg des Bischofs zum Bischöflichen Ordinariat ist kurz“, äußerte das Domkapitel laut der Mitteilung.

          Mäckler macht keine Angaben zur Größe des Wohnhauses

          Wie es heißt, waren in Limburg vor allem zwei andere Möglichkeiten geprüft worden: das eigentliche Bischofshaus neben dem Ordinariat, das ist das Verwaltungsgebäude der Diözese am Fuße des Domhügels, und das Priesterseminar jenseits der Lahn, in dem der frühere Bischof Franz Kamphaus eine Dreizimmerwohnung hatte. Beide Varianten wurden jedoch verworfen. Die eine, weil das Bischofshaus so eng mit dem Ordinariat verwoben sei, dass der Bischof dort keinerlei Rückzugsmöglichkeiten gehabt hätte. Die andere, weil eine Bischofswohnung nicht mehr in ein Konzept des Priesterseminars passe, das inzwischen vornehmlich als Tagungs- und Konferenzhaus des Bistums genutzt werde.

          Mäckler sagte, die Vorarbeiten zur Sanierung des Fachwerkhauses hätten bereits vor einiger Zeit begonnen. So seien schon Wände herausgerissen und alte Böden entdeckt worden. Insgesamt werde sei fast drei Jahren über die Nutzung des Areals gesprochen. Das Fachwerkhaus sei in den siebziger Jahren „kaputtsaniert“ worden, sagte der Architekt weiter. Über die genaue Größe des neuen Wohnhauses machte Mäckler keine Angaben; es werde ein kleines Haus, das sich in die Umgebung einfüge, und kein Palais.

          Die neue Wohnsituation ähnelt der in Münster, wo Tebartz-van Elst als Weihbischof in direkter Nachbarschaft des Domes wohnt. Bis das neue Wohnhaus gebaut und der Dienstsitz saniert sind, wohnt der neue Bischof im Priesterseminar in der Wohnung seines Vorgängers. Kamphaus war am 2. Februar mit seinem 75. Geburtstag in den Ruhestand gegangen. Tebartz-van Elst war nach der Wahl durch das Domkapitel am 28. November vom Papst ernannt worden und wird am 20. Januar in sein Amt eingeführt.

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