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Nicht auf später warten : Bischofskonferenz verlangt mehr Klimaschutz

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Bischöfe und Besucher beten beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung im Fuldaer Dom. Bild: dpa

In Fulda haben katholische Bischöfe zum gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. Auch das eigene Handeln soll überprüft werden – mit einem Nachhaltigkeitsbericht der Diözesen.

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          Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben zu mehr Klimaschutz aufgerufen. Bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Fulda forderte der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann: „Klimaschutz darf unsere Gesellschaft nicht spalten, sondern wir müssen uns gemeinsam dieser großen Aufgabe stellen und den gefährlichen Klimawandel bekämpfen. Und das müssen wir jetzt tun und nicht auf später warten.“ Die Bischöfe befassten sich am Mittwoch in der osthessischen Domstadt mit dem Thema im Hinblick auf die anstehende Amazonas-Synode im Vatikan. Dabei geht es neben pastoralen Fragen wie dem dort deutlich stärkeren Priestermangel als in Deutschland um ökologische Fragen.

          Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck wies als Lateinamerika-Fachmann auf die verheerende Lage hin und kritisierte die Zerstörung des Regenwalds, Brandrodungen und die rücksichtslose Ausbeutung von Rohstoffen. „Frische Luft und Trinkwasser verdanken wir weltweit zu einem wichtigen Teil dem Ökosystem Amazonas. Deshalb liegt der Schutz des Amazonasgebiets in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft.“

          Um dem Raubbau entgegenzutreten, seien alle Menschen aufgerufen, durch einen umweltschonenden Lebensstil, etwa bei Ernährung und Mobilität, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Jede und jeder Einzelne kann so den gesellschaftlichen Wandel beschleunigen“, sagte Andreas Löschel, Mitglied der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen bei der DBK. Er forderte eine ambitioniertere Klimapolitik.

          Um eigenes Handeln zu überprüfen, will die DBK in spätestens zwei Jahren einen Bericht zur Nachhaltigkeit in den Diözesen vorlegen. Im vergangenen Jahr seien Handlungsempfehlungen für die deutschen (Erz-)Diözesen vorgelegt worden. Zur Unterstützung von lokalen Partnern unterstützt das Hilfswerk Misereor 100 Projekte in Amazonien mit jährlich zehn Millionen Euro, wie die DBK mitteilte.

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