https://www.faz.net/-gzg-aabdz

„Sexuallehre weiterentwickeln“ : Bischof Bätzing rügt mangelnden Veränderungswillen der Kirche

  • Aktualisiert am

Predigt: Limburger Bischof Bätzing während des Gottesdienstes im Frankfurter Dom Bild: Lucas Bäuml

Der Limburger Bischof leidet nach seinen Worten, wenn die Katholische Kirche „gläubige Menschen ins Wanken bringt“. Zu Ostern zeigt er Verständnis für die Begründung eines Kirchenaustritts.

          1 Min.

          Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat zu Ostern den mangelnden Reformwillen der katholischen Kirche kritisiert. Er leide an der Kirche, „wenn sie durch Skandale gläubige Menschen ins Wanken bringt oder durch erstarrte Strukturen und mangelnde Veränderungsbereitschaft vielen den Zugang zum Glauben blockiert“, sagte Bätzing am Sonntag in seiner Predigt im Limburger Dom.

          Bätzing zitierte einen jungen Mann, der ihm zur Begründung für seinen Kirchenaustritt geschrieben habe: „Was man nicht verändern kann und was selbst nicht in der Lage ist, umzukehren, sollte man verlassen.“ Er könne das nachvollziehen sagte Bätzing. „Und ich bedaure es, dass wir als Kirche ein solches Bild abgeben.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ein SUV steht am Straßenrand. Besonders bei Grünen-Wählern sind die Geländewagen beliebt.

          F.A.S. exklusiv : Die Liebe der Grünen zum SUV

          Eine Umfrage zeigt: Niemand fährt so gerne Geländewagen wie die Öko-Klientel. Ausgerechnet. Das Phänomen hat System.
          Israel unter Beschuss

          Israel unter Beschuss : Ein normaler Albtraum

          Der abscheuliche Terror, dem Israel ausgeliefert ist, hat tiefe Wurzeln, die nicht allein mit Gewalt und Einschüchterung zu beseitigen sind. Wann sind wir bereit, uns unsere Fehler einzugestehen? Ein Gastbeitrag.
          Teure Immobilie: Allein vom Weinbau lassen sich alteingesessene Güter wie Schloss Johannisberg im Rheingau oft nicht mehr finanzieren.

          Wandel im Rheingau : Der Weinadel dankt ab

          Die renommierten Weingüter verlassen zunehmend den Besitz der alteingesessenen Adelsfamilien. Die Gründe für den Niedergang sind vielfältig, und die Corona-Pandemie beschleunigt die Veränderung.