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Freundin zerstückelt : BGH hebt Mord-Urteil gegen Deutsch-Mexikaner auf

  • Aktualisiert am

Der Bundesgerichtshof hat das Mordurteil gegen einen Deutsch-Mexikaner aus dem Dezember 2019 komplett aufgehoben (Symbolbild) Bild: dpa

Weil ein Mann seine Freundin erwürgt und zerstückelt haben soll, wurde er 2019 vom Darmstädter Landgericht wegen Mordes verurteilt. Nun hat der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben – wegen eines Verfahrensfehlers.

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          Der Darmstädter Prozess um eine zerstückelte Frauenleiche muss von vorn beginnen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Mordurteil gegen einen Deutsch-Mexikaner aus dem Dezember 2019 wegen eines Verfahrensfehlers komplett auf. Damit muss der Fall vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts neu verhandelt und entschieden werden. Der Beschluss von Ende August wurde am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlicht. (Az. 2 StR 202/20)

          Dem Mann wird vorgeworfen, seine 40 Jahre alte Freundin in der Neujahrsnacht 2019 in Darmstadt im Streit erwürgt und die Leiche zerstückelt zu haben. Beide waren drogen- und alkoholabhängig. Das Landgericht hatte den bei der Urteilsverkündung 35 Jahre alten Mann wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Er legte Revision ein – mit Erfolg.

          Das Problem ist, dass sich das Gericht auf eine Aussage der Mutter des Angeklagten im Ermittlungsverfahren gestützt hat, obwohl diese im Prozess von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte. Das ist mit Zustimmung des Zeugen zwar möglich, aber die Frau war über die Folgen nicht korrekt belehrt worden. Laut BGH ist nicht auszuschließen, dass das Urteil auf diesem Fehler beruht.

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