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Berliner Luftbrücke : Kurzer Flug in eine tödliche Sommernacht

Tödliches Fiasko: Die Maschine explodierte beim Aufschlag auf dem Steinkopf im Taunus. Bild: Dr. John Provan, Kelkheim

Ein Berg im Taunus forderte am 8. Juli 1948 die ersten Opfer der Berliner Luftbrücke. An der Absturzstelle sollen Passanten mehr über das Flugzeugunglück erfahren.

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          Bestes Schuhwerk ist angeraten und ein guter Orientierungssinn hilfreich. Vom Naturfreundehaus Billtalhöhe oberhalb von Königstein aus geht es erst auf dem Kramerweg Richtung Ruppertshain, dann nach links und wieder nach rechts. Der dann entscheidende grasbewachsene Pfad ist leicht zu übersehen. Wichtigster Anhaltspunkt: Er führt nach oben. 570 Meter hoch ist der Steinkopf ausweislich der Wanderkarte und der Schrift auf einem weiß übermalten Stein. Zu hoch für die voll beladene Frachtmaschine, die am späten Abend des 8. Juli 1948 in Wiesbaden-Erbenheim gestartet war, um die eingeschlossenen Menschen im Westen Berlins zu versorgen. Kurz nach 23 Uhr streifte sie die Baumwipfel, stürzte ab und explodierte.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Die Piloten George B. Smith und Leland V. Williams sowie der deutschstämmige Passagier Karl Viktor Hagen waren die ersten Todesopfer der Berliner Luftbrücke. Ein aufgetürmter Haufen von Bruchsteinen markiert die Absturzstelle. Vor vier Jahren begannen der in Kelkheim lebende Historiker John Provan und Günter Schulz, damals beide im Vorstand des Vereins Luftbrücke Frankfurt-Berlin 1948-1949, sich mit dem Unfall zu beschäftigen. „Er wurde in der Promotion eines Bekannten erwähnt“, erinnert sich Schulz, der in Eppenhain wohnt. „Das war also nur wenige Kilometer entfernt von hier passiert.“ Der aus Ohio stammende Provan wiederum ist ein ausgewiesener Kenner und Sammler zur Geschichte der Amerikaner in Deutschland und hat unter anderem ein Buch zur Luftbrücke veröffentlicht.

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