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„Ball des Sports“ fällt aus : Diesmal kein Schaulaufen in Stöckelschuhen

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Gesellschaftlicher Höhepunkt des Sportszene: Maria Höfl-Riesch (l.) und Franziska van Almsick beim „Ball des Sports“ in Wiesbaden. Bild: dpa

Die Benefizgala ist alljährlich das „große Klassentreffen des Sports“ und erlöst viel Geld für die Sporthilfe. Doch 2021 fällt auch der „Ball des Sports“ der Corona-Krise zum Opfer.

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          Die Deutsche Sporthilfe hat den „Ball des Sports“ 2021 wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Geplant war die Benefizgala zugunsten der deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler am 6. Februar in Wiesbaden. Es ist die zweite Absage in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Veranstaltung. 1991 fiel der Ball aufgrund des Golfkrieges aus. Um die Erlöse aus dem „Ball des Sports“ von rund 750.000 Euro aufzufangen, arbeitet die Sporthilfe laut einer Mitteilung der Stiftung bereits an Alternativkonzepten.

          „Wir bedauern die Absage des Ball des Sports 2021 sehr“, sagte der Sporthilfe-Vorstandsvorsitzende Thomas Berlemann. Die Gala sei das wichtigste Event des Jahres, „um auf die Relevanz der Förderung unserer deutschen Nachwuchs- und Spitzensportler aufmerksam zu machen“.

          In den vergangenen Monaten sei ein umfangreiches Hygienekonzept und ein angepasstes Veranstaltungskonzept erarbeitet worden. Die aktuell stark ansteigenden Infektionszahlen und die Ungewissheit bezüglich möglicher kurzfristig notwendiger behördlicher Einschränkungen hätten das Risiko zu groß werden lassen. „Wir haben eine große Verantwortung und Vorbildfunktion gegenüber unseren Gästen, allen Sportlern, Partnern und Sponsoren sowie den Bürgern von Wiesbaden. Ihre Gesundheit steht für uns an erster Stelle“, sagte Berlemann.

          Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, erklärte: „Einerseits Wehmut, andererseits Respekt – das löst die Entscheidung der Deutschen Sporthilfe bei mir aus, den Ball des Sports 2021 abzusagen. Wehmut, weil Wiesbaden damit auf ein glanzvolles und traditionsreiches Event verzichten muss, das die Förderung des Sports in den Mittelpunkt stellt. Und Respekt, weil die Veranstalter damit sehr vernünftig auf die Corona-Lage reagieren und auch damit Sportsgeist und Verantwortungsgefühl zeigen.“

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