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Main-Kinzig-Kreis : Gemeinde klagt gegen Windräder

  • -Aktualisiert am

Fünf neue Windkrafträder sollen in der Gemeine Gründau errichtet werden. Rund 76 000 Quadratmeter Wald sollen dafür bereits gerodet worden seien. Bild: dpa

Gleich fünf neuen Windkraftanlagen sollen in der Gemeinde Gründau im Main-Kinzig-Kreis gebaut werden. Eine Bürgerinitiative hat nun einen Eilantrag auf sofortigen Baustopp gestellt.

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          Die Gemeinde Gründau im Main-Kinzig-Kreis klagt beim Verwaltungsgericht Frankfurt gegen die Genehmigung von fünf neuen Windkraftanlagen im Windpark „Vier Fichten“ in Gründau-Breitenborn und hat einen Eilantrag auf sofortigen Baustopp gestellt. Das hat die Vorsitzende der Bürgerinitiative Windjammer Gründau, Sandra Emmel, am Donnerstag mitgeteilt. Emmel bezieht sich damit auf einen Bericht in dieser Zeitung vom 10. März, nach dem in dem Windpark die Anträge für fünf neue Windkraftanlagen bereits im Januar 2019 zurückgezogen wurden.

          Nach Auskunft der Vorsitzenden seien die Anträge nur deshalb zurückgezogen worden, weil es sich bei diesen Windrädern um alternative Anlagen gehandelt habe. Der Investor habe zweimal fünf neue Windkraftanlagen unterschiedlicher Bauart beantragt und vom zuständigen Regierungspräsidium in Darmstadt die Genehmigung für fünf Anlagen erhalten. „Die alternativ beantragten und zurückgenommenen Windräder GE 158 sind die neuesten Windenergieanlagen der Superlative“, sagte Emmel: „Der Rotordurchmesser ist mit 158 Metern mehr als anderthalbmal so groß wie die Länge eines Fußballfeldes.“

          Im Oktober 2019 hatte das Regierungspräsidium laut Emmel die anderen fünf Anlagen des Typs Vestas 150 zur Erweiterung des Windparks genehmigt, für deren Errichtung schon 14 Tage nach der Genehmigung rund 76 000 Quadratmeter Wald gerodet worden seien.

          Ihrer Einschätzung nach verstößt die Genehmigung jedoch gegen den Arten- und Grundwasserschutz und sei „rechtswidrig“ erteilt worden. Da die Rodungen zudem ohne die geforderten Untersuchungen zum Vorkommen der Haselmaus erfolgt seien, seien dem Investor bis zum Frühjahr weitere Arbeiten untersagt worden, sagte die Vorsitzende weiter.

           

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