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Bau einer Frankfurter Arena : Ermittlungen gegen „The Dome“

Multifunktionsarena am Frankfurter Flughafen: „The Dome“ konkurriert mit anderen Projekten. Bild: ©Archimation 2016

Im Vergabeverfahren zum Bau einer Arena in Frankfurt soll der Geschäftsführer des Projekts „The Dome“ bestechliche Tätigkeiten unternommen haben. Die Gesellschaft will am Flughafen eine Multifunktionshalle bauen.

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          Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung im geschäftlichen Verkehr gegen Felix Scheuerpflug, den Geschäftsführer von „The Dome Frankfurt“. Die Gesellschaft will am Flughafen eine Multifunktionshalle bauen. Das Vorhaben gilt als Konkurrenzprojekt zu jener Arena am Kaiserlei, für deren Bau die Stadt ein Vergabeverfahren ausgelobt hat. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll Scheuerpflug versucht haben, einem Verhandlungspartner Provisionsleistungen privat zukommen zu lassen.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es sei zwar nicht zu Zahlungen gekommen, jedoch gebe es einen „dringenden Tatverdacht“. In diesem Zusammenhang wurden am Mittwoch die Wohnung und der Arbeitsplatz durchsucht und Beweisstücke sichergestellt. In der Halle sollen unter anderem die Spiele des Basketballvereins Skyliners ausgetragen werden. Offenbar stehen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Bemühen, Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke von dem Projekt zu überzeugen.

          Wie der Sprecher von „The Dome“ erläutert, sei es üblich, für die Vermittlung von Sponsoren für eine Arena eine Provision zu zahlen, gegen Rechnung. Fraglich ist wohl, ob dieses Geld dem Geschäftsführer privat oder dem Verein zugutekommen sollte. „Die Anschuldigungen treffen nicht zu“, sagt der Sprecher. Die Gesellschaft prüfe rechtliche Schritte wegen falscher Beschuldigungen. Wöbke sagt, er habe Scheuerpflug nicht angezeigt. „Wenn mich die Polizei befragt, beantworte ich wahrheitsgemäß ihre Fragen.“

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