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Blaulicht in Rhein-Main : Bar trotz Corona-Verbots geöffnet – Steine auf ICE

  • Aktualisiert am

Kleinere Delikte: Steinwürfe und überlastete LKW-Fahrer haben die Polizei beschäftigt. Bild: dpa

In Groß-Gerau hatte eine Bar trotz der Corona-Regeln geöffnet. Bei Bürstadt wurde ein ICE beworfen. Und im Odenwald ist ein LKW-Fahrer nach 1900 Kilometern ohne Pause aufgefallen.

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          Groß-Gerau/Darmstadt. Wegen wiederholter Verstöße gegen die Corona-Verordnung hat die Polizei in Groß-Gerau eine Bar geschlossen. Um sicherzugehen, dass der Laden nicht trotzdem wieder öffnet, ließen sich die Beamten sogar die Schlüssel geben. Wie die Polizei am Montag in Darmstadt mitteilte, hatte die Bar bei einer Kontrolle am Freitag und am Samstag illegal geöffnet. Neben der 29 Jahre alten Angestellten waren bis zu vier Gäste anwesend. Gegen sie wurden Anzeigen erstattet. Die Polizisten hatten einen Hinweis bekommen.

          Erbach/Darmstadt. Die Polizei hat im Odenwald einen Lastwagenfahrer erwischt, der rund 1900 Kilometer ohne vorgeschriebene Pausen gefahren sein soll. Der 22 Jahre alte Mann hatte seine Fahrt von Südhessen nach Italien und wieder zurück nicht ordnungsgemäß dokumentiert, wie die Polizei in Darmstadt am Montag mitteilte. Die Beamten ordneten daher eine neunstündige Zwangspause an. Außerdem musste der Fahrer nach der Kontrolle am Freitag bei Erbach (Odenwaldkreis) 1250 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Laut Polizei hatte der 22-Jährige seit 28 Tagen seine Fahrten nicht mehr aufgezeichnet.

          Bürstadt. Unbekannte haben in einem Bahnhof in Südhessen einen durchfahrenden ICE mit Steinen beworfen. Dabei wurden an dem Hochgeschwindigkeitszug zwei Scheiben beschädigt, wie die Bundespolizei in Frankfurt am Montag mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt.

          Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein. Fünf nachfolgende Züge verspäteten sich. Obwohl Beamte nach dem Zwischenfall am Sonntag in Bürstadt im Kreis Bergstraße sofort die Umgebung absuchten, fehlte von den Steinewerfern zunächst jede Spur. Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf.

          Stadtallendorf/Marburg. Wegen eines mit dem Hinweis „Radioaktivität“ vor einem Haus abgestellten Behälter ist im mittelhessischen Stadtallendorf eine Straße evakuiert worden. Rund 20 Anwohner mussten am Montag ihre Häuser verlassen und sich in einer benachbarten Schule in Sicherheit bringen, wie die Polizei in Marburg mitteilte. Der verdächtige Metallzylinder entpuppte sich jedoch nach vier Stunden als harmlose Hydraulikkupplung - und war leer. Neben gut 80 Polizisten, Feuerwehr- und Rettungsleuten waren auch Spezialisten des Landeskriminalamts mit einem Roboter im Einsatz. Die Polizei geht davon aus, dass der Behälter von einem 39 Jahre alten Mann vor die Tür des Reihenhauses gestellt wurde. Warum er das tat, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Zudem wird geprüft, ob der Mann den Großeinsatz bezahlen muss. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Polizei zu keiner Zeit.

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