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Große Aufgabe : Bangen um Mainbogen-Schäferei

Einklang: Melanie Brost mit Hund und Schafen auf der Weide Bild: Maximilian von Lachner

Seit Jahren kümmert sich eine junge Offenbacherin um fast 120 Schafe. Vor allem im Winter kann sie die Arbeit kaum bewältigen und denkt deshalb auch ans Aufgeben.

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          Melanie Brost weiß sehr wohl, dass sie mit ihrer Mainbogen-Schäferei viele Fans und Unterstützer weit über die Grenzen Offenbachs hinaus gefunden hat. Allein auf der Facebook-Seite der Schäferei sind es mehr als 2000. Dennoch war sie überrascht, wie groß die Anteilnahme war, als sie vor wenigen Wochen mitteilte, das Projekt nach vier Jahren aufgeben zu müssen, weil es ihre und die Kräfte ihrer Helfer übersteige. „Es gab wahnsinnig viele tolle Reaktionen. Paten haben sofort angeboten, ihre Beiträge zu verdoppeln“, berichtet die junge Frau am Donnerstag. Wer Brost, die im Hauptberuf Personalfachfrau bei den Stadtwerken Offenbach ist, je mit den Schafen und ihren vier Herdenschutzhunden erlebt hat, kann nachvollziehen, wie schmerzlich es für sie wäre, wenn sie wirklich aufgäbe.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Es sei vor allem die Lage im vergangenen Winter gewesen, die sie zu diesen Überlegungen getrieben habe, sagt sie. Es sei kaum mehr möglich gewesen, eine optimale Versorgung der inzwischen 118 Tiere sicherzustellen, die auf verschiedenen Wiesen in der Offenbacher Gemarkung grasten. Ohne Strom und Wasseranschluss in vertretbarer Entfernung sei eine solche Herde „nebenbei“ eigentlich nicht zu betreuen, sagt Brost.

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