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Bad Vilbel : Massen-Gentest: 300 Frauen bekommen Polizei-Besuch

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100 Frauen haben noch am Sonntag die Bereitschaft erklärt, sich mit Verzug am Massen-Gentest in Bad Vilbel zu beteiligen Bild: dpa

Weil sie nicht an einem Massen-Gentest teilgenommen haben, bekommen 300 Frauen in Bad Vilbel nun Besuch von Kriminalbeamten. Die wollen Speichelproben von ihnen. Die Polizei hofft, mit den Tests die Mutter eines tot an der Nidda entdeckten Babys zu finden.

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          Rund 300 Frauen aus Bad Vilbel bekommen in den nächsten Tagen Besuch von der Polizei. Sie haben nicht auf die Einladung der Polizei zum freiwilligen Massen-Gentest reagiert, mit dem die Mutter eines getöteten Babys ermittelt werden soll.

          Insgesamt hatte die Polizei 1500 Frauen aufgefordert, eine Speichelprobe abzugeben. Rund 1100 von ihnen gaben eine Probe ab. Etwa 100 hätten ihre Bereitschaft erklärt, seien aber wegen Urlaub, Krankheit oder anderer Gründe verhindert und wollten den Test nachholen, sagte Polizeisprecher Jörg Reinemer.

          Leichnam steckte in einem Müllsack

          Am 27. Mai war in Bad Vilbel bei Frankfurt ein totes Baby am Ufer des Flüsschens Nidda gefunden worden. Das Mädchen hatte nach der Geburt gelebt und war offenbar erstickt worden. Der Leichnam steckte in einem blauen Müllsack. Von der Mutter fehlt jede Spur.

          Die abgegebenen Speichelproben wurden in ein Speziallabor nach Münster/Westfalen geschickt. Erste Ergebnisse werde es frühestens in drei Wochen geben, sagte Reinemer. Die Hoffnung der Ermittler, der öffentliche Druck werde die Mutter dazu bewegen, sich zu melden, habe sich bisher nicht erfüllt.

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