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Unwetter-Einsätze in Hessen : B8 durch Geröll blockiert - Auto von Schlamm umschlossen

  • Aktualisiert am

Unwetterfolgen: Hagelkörner und Schlamm liegen auf einer Straße im Ort Hetzerode Bild: dpa

„Es herrscht Chaos hoch drei“: Im Kreis Limburg blockieren Geröll und Schlamm eine Bundesstraße, in Nordhessen schob sich eine Schlammlawine durch einen Ort. Und das ist noch nicht alles.

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          Nach dem Unwetter in Nordhessen haben in der Nacht zum Montag schwere Gewitter im Kreis Limburg erhebliche Schäden verursacht. Die Bundesstraße 8 wurde so stark von Schlamm und Geröll überschwemmt, dass sie um 1.00 Uhr gesperrt werden musste, wie ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen mitteilte. Die Feuerwehr sei außerdem wegen vollgelaufener Keller ausgerückt.

          Die Sperrung der B8 werde wohl noch bis in den Vormittag andauern - Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und die Straßenmeisterei seien mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Betroffen ist ein knapp 900 Meter langer Abschnitt Bad Camberg und Selters (Taunus). Zwei Autos seien in der Nacht in den Abschnitt geraten, hätten sich aber selbstständig aus dem Schlamm befreien können.

          „Es herrscht Chaos hoch drei“

          In der Gemeinde Elz sei die Feuerwehr in der Nacht mehrfach wegen vollgelaufener Keller im Einsatz gewesen. In Selters habe ebenfalls eine Straße gesperrt werden müssen, die aber am Morgen wieder freigegeben werden konnte.

          Besonders betroffen von den Gewittern war am Sonntag nach Angaben von Feuerwehr und Polizei der Werra-Meißner-Kreis. Allein in der Gemeinde Waldkappel waren mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz. „Es herrscht Chaos hoch drei“, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Laut Feuerwehr gab es Schlamm- und Hagellawinen. In mehreren Häusern habe sich der Hagel durch Türen und Fenstern gedrückt. „Die Keller standen voll damit“, sagte Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt der Deutschen Presse-Agentur.

          Frauen in Auto von Schlamm umschlossen

          Im Ortsteil Hetzerode wurde ein Auto von einer Schlammlawine eingeschlossen. Die beiden Frauen hätten sich retten können, berichtete Degenhardt. Der Schlamm habe bis zu den Scheiben gestanden. Zudem sei eine Bank gegen die Windschutzscheibe gedrückt worden, die daraufhin kaputt ging.

          Auf Bildern aus Hetzerode war zu sehen, wie Wasser durch die Straßen floss und Autos einschloss. An anderen Stellen lag Hagel mehrere Zentimeter hoch. „Wir haben immens viele Einsatzstellen“, berichtete die Rettungsleitstelle, die die Feuerwehreinsätze koordinierte. Viele Keller seien voll Wasser gelaufen, Straßen überspült worden. An einigen Stellen lagen Schlamm und Geröll auf den Fahrbahnen. Es gab etliche Sperrungen. Verletzt wurde zunächst niemand.

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