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Aussicht auf 2021 : Und jetzt Schluss mit dem ewigen Selbstmitleid!

  • -Aktualisiert am

Was darf es heute sein? Klimawandel, Pandemien, Familienstreits – die Menschen finden immer etwas, worüber sie sich aufregen können. Bild: Irmela Schautz

Was lehrt 2020? Es gibt Probleme. Aber wir können das neue Jahr mit der berechtigten Hoffnung beginnen, dass es besser wird als sein Vorgänger. Und nicht jeder, der jammert, hat ein wirklich schweres Päckchen zu tragen.

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          Nun liegt es hinter uns: das härteste Weihnachten, das wir Nachkriegsgenerationen je erlebt haben. So hatte es uns Armin Laschet schließlich angekündigt. Oder war es das nicht? Ich für mich kann sagen, dass dieses Weihnachten gar nicht so übel war. Jedenfalls kann ich mich an schlimmere Weihnachten erinnern. An die ersten drei nach dem Tod unserer Mutter zum Beispiel. Aber da kannten wir ja auch noch kein Corona und konnten uns nicht in unseren kühnsten Albträumen vorstellen, wie furchtbar dicke es wirklich kommen kann.

          Nein, nicht für diejenigen, die an Covid-19 erkrankt sind, nicht für die Hinterbliebenen derjenigen, die verstarben, nicht für Intensivmediziner und -pfleger, für Kulturschaffende, berufstätige Alleinerziehende oder für Paketboten und all die anderen, die finanziell und mit ihren Kräften am Limit sind. Sondern für all diejenigen, die nichts von all dem sind und vielleicht gerade deshalb das Tragen von Masken und die Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen als Zumutung empfinden und sich gerieren, als würden sie aufgefordert, einem völlig Fremden eine Niere spenden. Die tapfer schlucken und sagen „Haltet durch!“, als wäre hier Stalingrad und nicht Frankfurt oder Darmstadt oder Wiesbaden.

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