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Weniger private Kontakte : Mainz verhängt erstmals nächtliche Ausgangsbeschränkung

  • -Aktualisiert am

Tagsüber könnte es am Rhein weiter so aussehen: Die Ausgangsbeschränkung, die Mainz erstmals verhängt, gilt nachts zwischen 21 und 5 Uhr. Bild: dpa

Zu viele Corona-Neuinfektionen: Zum ersten Mal dürfen sich die Mainzer nachts zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nicht mehr draußen aufhalten. Auch die erst wieder geöffnete Außengastronomie muss schließen.

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          Mainz zieht die Notbremse: Nachdem der Inzidenzwert der Corona-Neuinfektionen seit Sonntag über die Hunderter-Marke geklettert ist und noch weiter steigt, gelten in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt von Donnerstag, 0 Uhr, an bis zum 11. April wieder härtere Einschränkungen. Erstmals verhängt die Stadt eine Ausgangssperre, die zwischen 21 und 5 Uhr gilt. Draußen aufhalten darf sich dann nur noch, wer dies aus beruflichen Gründen tun muss, ärztliche Hilfe benötigt oder Angehörige pflegt. Ausnahmen gibt es ebenso für den Besuch von Ostergottesdiensten.

          „Das ist der schärfste Eingriff seit Jahrzehnten, wenn es das überhaupt schon ’mal gab“, sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Dienstag. „Aber er dient dem Schutz der Menschen.“ Dieser Schritt sei nötig, um private Kontakte möglichst umfassend zu unterbinden. „Wir haben ein erkennbar hohes Ansteckungsgeschehen im privaten Bereich“, sagte Ebling. „Treffen in größeren Gruppen tragen erheblich zu mehr Infektionen bei.“ Erfahrungen aus anderen Städten wie Ludwigshafen zeigten, dass nächtliche Ausgangssperren geeignet seien, um die Zahlen wieder nach unten zu drücken.

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